Interview mit Ramón Rupp: tatkräftige Unterstützung für unser PPC-Team

Seit Mai 2020 ist Ramón Rupp fester Bestandteil unserer xpose360-Familie. Er unterstützt unsere PPC-Abteilung als Senior SEA/PPC-Manager und stellt sich und seine Arbeit hier vor. Genau wie Ramóns Start bei der xpose360 fand das Interview remote und socially distanced statt. 😊

Hallo Ramón, erst einmal herzlich willkommen bei der xpose360 und schön, Dich kennenzulernen! Da ein Großteil des Teams aufgrund von Corona immer noch aus dem Home-Office arbeitet, hattest Du noch gar nicht die Möglichkeit, uns vollständig kennenzulernen. Hoffentlich ändert sich das bald! Möchtest Du Dich uns kurz vorstellen – wer bist Du und wie kamst Du zu uns?

Ja, klar. Sehr gerne! Die letzten vier Jahre war ich in einer Performance-Marketing-Agentur in Passau tätig. Der Fokus der Agentur liegt auf großen, internationalen Kunden im Retail-Bereich, vor allem Fashion. So habe ich die letzten Jahre für Kunden wie s.Oliver, ASOS, LIEBESKIND Berlin, Lands’ End und viele weitere gearbeitet. Ich hatte die Chance mit unglaublich vielen, unterschiedlichen Kunden zusammenarbeiten zu dürfen und konnte daher eine Menge Erfahrung in den Bereichen Kundenkommunikation, Projektmanagement und nicht zuletzt SEA-Strategieentwicklung sammeln. Zuletzt war ich als Projektleiter zuständig für den SEA-Bereich der Deichmann SE und habe zusammen mit meinem Team neben 18 Märkten auch mehrere Brands verwaltet.

Zu meinem Bedauern wurde der Passauer Standort der Agentur geschlossen und da ein Umzug nach Berlin nicht in Frage kam, entschlossen meine Frau und ich gemeinsam, wieder etwas näher zu unseren Familien zu ziehen. So kamen wir auf Augsburg. 😊

Bei der xpose360 bin ich gelandet, weil für mich der Mix aus Engagement, Professionalität, Arbeitsatmosphäre und abwechslungsreichen Aufgaben perfekt passt. Hier gibt es einfach super coole Leute, die seit Jahren erfolgreich arbeiten und richtig Bock haben, – und ich zitiere unseren Head Of Alexander Ficker – “lauter geilen Scheiß” zu machen. Dabei finde ich besonders klasse, dass die Agentur wirklich Mehrwert für den Kunden generieren will und nicht einfach versucht, die eigenen Verkäufe zu steigern.

Wie gefällt Dir Augsburg bisher, konntest Du die Stadt schon ein bisschen kennenlernen?

Situationsbedingt war ein Kennenlernen der Stadt in der Anfangsphase im April/Mai schwierig. Mit Zunahme der Lockerungen haben wir Schritt für Schritt die Umgebung näher in Augenschein genommen – wobei wir noch nicht bis in den Stadtkern vorgedrungen sind. 😉

Dann kommen wir doch nochmal zurück zum Job. Wie darf man sich Deinen Alltag als PPC-Manager bei der xpose360 vorstellen, womit beschäftigst Du Dich am meisten?

Zusammengefasst: ich sitze rum und starre auf einen Bildschirm. In Zeiten von Corona noch mehr als ohnehin schon. 😉

Etwas differenzierter kann ich sagen, dass es einen wirklichen Alltag gar nicht gibt. Das Kunden-Portfolio umfasst so viele unterschiedliche Branchen und Unternehmen verschiedenster Größe, dass man wirklich individuelle Lösungen finden muss. Dazu kommt, dass gerade Google jetzt vermehrt größere Änderungen einführt und eingeführt hat, sodass man sich auf dem Erlernten nicht ausruhen kann. Das ist ja ohnehin der Fall in unserer Branche. Und nicht zuletzt gibt es auch super viele Bereiche abseits der SEA-Kundenbetreuung, in denen man sich hier einbringen kann – gerade das hat mich an der xpose360 besonders gereizt. Es gibt also immer etwas zu tun – und immer etwas Neues.

Das klingt spannend. Kannst Du einen kleinen Einblick in die wichtigsten Änderungen der letzten Zeit geben?

Sehr gerne, ich zähle einfach mal drei davon auf:

  • Ende April kündigte Google an, Shopping Klicks zum Teil kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Änderung betrifft bisher nur den Google-Shopping-Tab, allerdings gab es Ende Juni die nächste Ankündigung von Google. Demnach sollen kostenlose Klicks auch auf der SERP angeboten werden.
  • Außerdem hat Google für Smart-Shopping eine neue Beta zur Neukundengewinnung im Portfolio. Es handelt sich um eine Erweiterung des Smart-Bidding-Algorithmus, der damit um Neukundeninfo bzwwert erweitert werden kann. Google geht damit den nächsten Schritt weg von reiner Umsatzoptimierung hin zu ROI bzw. NCA und CLV.
  • Keine Änderung von Google, allerdings eine die dennoch jeden von uns betreffen wird: der BGH bestätigte das Urteil des EuGHs zum Thema CookieConsentEin User muss dem Cookie-Einsatz aktiv zustimmen. Eine Vorauswahl der Cookies fällt damit weg, was zu erheblichen Tracking-Einbußen führen kann. Wir haben schnell reagiert und freuen uns über die Partnerschaft mit dem CMP-Provider Usercentrics. Damit können wir unseren Kunden eine optimale Lösung für diese Herausforderung bieten.

Wie war Dein Weg ins Online-Marketing, kannst Du uns darüber etwas erzählen?

Vermutlich nicht so, wie man ihn sich vorstellt: Gelernt habe ich nämlich Filmmusik und Tontechnik in München. Als passionierter Musiker habe ich schon zu Schulzeiten den Entschluss gefasst, mich in diesem Bereich selbstständig zu machen. Das habe ich ab 2011 dann auch getan, zuerst in Teilzeit, dann in Vollzeit. Hauptsächlich habe ich dabei Audioproduktionen im Bereich Marketing/Werbung erstellt (Imagefilme, Werbetrailer, Audio-Logos) aber mit der Zeit kamen immer mehr Videospiele und Handy-Games dazu. Einer der größten Titel, bei dem ich mitwirken durfte, war 2015 beim Deutschen Computerspielpreis nominiert für das “Beste Deutsche Spiel” und hat den Preis für „Bestes Gamedesign” und “Bestes Kinderspiel” gewonnen.

Bei all dem Erfolg (und natürlich auch Misserfolg) wurde mir irgendwann klar, dass die Selbstständigkeit nichts für mich ist. Ich brauche eine gewisse (vermeintliche) Sicherheit, um wirklich abschalten und regenerieren zu können. Das konnte ich als Freelancer nie. Daher habe ich lieber früher als später den Cut gemacht und mich Mitte 2016 umorientiert. Da es in dieser Branche kaum Festanstellungs-Möglichkeiten gibt (erst recht nicht in Passau 😉), habe ich mich in dem Bereich umgesehen, von dem ich gemerkt habe, dass er mir viel Spaß macht. Und das war Marketing. Dort gab es tatsächlich eine offene Stelle im Online-Marketing in Passau und so fing mein neuer Karriereweg an…

Das klingt ja spannend! Begleitet Dich die Musik auch heute noch und denkst Du, dass Du davon etwas in Deinen jetzigen Job mit einfließen lassen kannst?

Heute mache ich immer noch Musik, natürlich nicht mehr so umfänglich wie zu Zeiten der Selbstständigkeit. Aber neben meinen Gitarren und diversem digitalen Equipment, das ich natürlich behalten habe, konnte ich jetzt dank des Umzugs in eine größere Wohnung das Harmonium meiner Großmutter zu uns nach Augsburg holen. Das Instrument ist über 100 Jahre alt und meine Großmutter hat es mit Begeisterung gespielt. Wenn ich jetzt darauf spiele, erinnere ich mich an sie und das freut mich dann gleich doppelt. 😊

Bisher konnte ich meine Erfahrungen in dem Bereich in meinem jetzigen Job noch nicht einfließen lassen. Aber das kann ja noch kommen. Trotzdem höre ich natürlich bei Werbetrailern oder Imagefilmen, die uns Kunden schicken, etwas kritischer hin – Berufskrankheit.

Wenn Du nicht im Büro – beziehungsweise im Home-Office sitzt – wo findet man Dich?

Bei den aktuellen sommerlichen Temperaturen hat man gute Chancen, mich Zuhause auf unserer Dachterrasse anzutreffen. Nach vielen Jahren ohne Balkon genieße ich diesen Luxus umso mehr. Dazu ein gutes Essen, ein gutes Buch oder eine gute Serie und ich bin zufrieden.
Jenseits vom “Zuhause rumsitzen” gehe ich gerne in der Natur spazieren, wandern oder mache Fahrradtouren. Als Hobby-Fotograf suche ich dann auch immer nach schönen Motiven. Sportlich zieht es mich zum Fußball hin, wobei die Bezeichnung “Rentnerkick” nicht ganz abwegig ist. Selbstverständlich trotzdem auf höchstem Niveau! Und nicht zuletzt zocke ich auch gern die ein oder andere Runde, entweder eSports mit Kumpels oder auch Singleplayer ganz ohne Freunde – ist auch mal schön. 😉

Und noch eine abschließende Frage: Worauf freust Du Dich am meisten, wenn Corona mal ganz vorbei ist?

Auf eine dann hoffentlich zurückkehrende Unbeschwertheit. Wobei ich persönlich der Meinung bin, dass es kein wirkliches “danach” geben kann. Man wird eher lernen müssen, zu akzeptieren und damit zu leben, so wie mit jeder anderen Virusart auch.

Vielen Dank für diesen kleinen Einblick in Dein Leben und Deine Arbeit und nochmal: schön, dass Du bei uns bist! 😊

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