OMT 2021: Recap für die hybride Online-Marketing-Konferenz

Lesedauer: 15 Minuten

OMT 2021 – mehr als eine hybride Online-Marketing-Konferenz

Ein hybrider OMT – schon der zweite, aber doch etwas anders. Diesmal konnten Teilnehmende auch vor Ort in Mainz Vorträge des OMT live ansehen. Andere – darunter ich – verfolgen den OMT aus der Ferne am Laptop, so wie letztes Jahr.

Auch 2021 finden wieder eine Menge spannender Vorträge statt, die einmal quer durch die Online-Marketing-Disziplinen reichen. Obwohl es anfangs mit der Technik etwas haperte, kam der OMT schnell in Schwung und wurde zu genau dem schillernd-bunten Fortbildungstag, den man sich erhofft hatte.

 

Speaker:innen, Technik und Vorträge – manchmal nicht so einfach

Wer – wie ich – letztes Jahr den OMT online begleitet hat, ging heuer voll Vorfreude und unbedarft in den Tag – in der Annahme, dass es einfach so wird wie letztes Mal beim OMT 2020. An dieser Stelle wurde man leider zu Beginn etwas enttäuscht.

 

Bunt-gemixtes Programm – alle kommen auf ihre Kosten

Wieder einmal waren die Vorträge ein fachlich bunter Mix quer durch alle Online-Marketing-Bereiche. Manchmal hätte ich gerne zwei Speaker zur selben Zeit gesehen, was leider nicht möglich ist. Vielleicht komme ich ja an die Aufzeichnungen! 😊

Auch die Website-Clinic, die einen holistischen Einblick in alle Disziplinen des Online-Marketings anhand eines Website-Beispiels gibt, glänzte mit pointierten Analysen und interessanten Insights. Beendet wurde die Konferenz mit einer Abschlussrede von OMT-Gründer Mario Jung.  Als Online-Teilnehmerin war mein OMT-Tag 2021 an dieser Stelle vorüber, während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Mainz noch eingeladen waren, den Tag bei Essen und Getränken ausklingen zu lassen.

 

Technische Probleme und interessante Background-Dialoge

„Man sieht das jetzt aber nicht so, oder?“, „Wenn ich das jetzt einstelle, sehe ich den großen Bildschirm. Oder den Countdown?“, „Ich würd‘s über die 1 laufen lassen, oder? So ab dem Willkommen.“ – Sätze, die aus dem Off zu uns drangen, gesprochen von Technikern auf dem OMT. Es wollte heuer einfach nicht funktionieren am Anfang. Die ersten Vorträge gingen im technischen Chaos mehr oder weniger unter. Da half es auch nichts, dass von allen Seiten zugesichert wurde, dass beim Check noch alles einwandfrei funktioniert hat. Die Teilnehmer:innen waren einfach ungehalten.

Zum Glück lief es irgendwann besser – die Technik blieb also dran. Einen Vorteil hatten die technischen Schwierigkeiten jedoch: Es blieb vor jedem Vortrag spannend, ob und, wenn ja, was man als nächstes sehen oder hören würde.

 

Unterhaltung und Networking – auch beim OMT 2021

Als Online-Teilnehmerin bot das verwendete Tool, das auch beim OMT 2020 in Einsatz war, wieder alle möglichen und nötigen Funktionen, um die Vorträge zu sehen, sich auszutauschen und zu netzwerken. Speed-Dating-Chatrooms boten einen Platz für das Kennenlernen von Gleichgesinnten zwischen den Vorträgen. Die Rubrik „Plaudern“ lud zum allgemeinen Quatschen ein. Die Zeit zwischen den Vorträgen nutzten Mario Jung und Co. für interessante Gespräche zu verschiedenen Themen aus dem Online-Marketing-Business.

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Aber jetzt: Los geht’s mit den spannenden Vorträgen vom OMT 2021!

 

Ziellos oder Laser-Fokus? Wie Du eine SEO-Strategie entwickelst | Marcus Hövener

Hören konnte man nicht viel (außer die Unterhaltungen der Techniker und ganz leise den Vortragenden), dafür aber sehen: Der Vortrag von Marcus Hövener ging online leider komplett im Technik-Chaos unter. Zum Glück konnte man hier jedoch die Folienansicht sehen, was zumindest optisch die Inhalte transportierte. Ich versuche hier, zusammenzufassen, was uns Marcus zu vermitteln versuchte:

 

SEO und die Konkurrenz – Inspiration vs. Druck

Suchmaschinenoptimierung hat immer mit Konkurrenz zu tun. Diese zu beobachten, ergibt einen interessanten Mix aus Inspiration und Druck. Marcus Hövener sagt: Ohne Tools geht da nichts! Wichtige Bausteine im SEO sind für ihn:

  • Content und Suchbegriffe: Wichtig ist, dass die Keywords und die Seitentypen zusammenpassen und dass User:innen eine sinnvolle Struktur der Seiten und Navigation geboten wird. Metadaten und Content-Qualität spielen hier eine wichtige Rolle.
  • Website und Domainstruktur: Suchbegriffe brauchen Seiten, Seiten brauchen Struktur. Je einfacher und schneller ein:e User:in sich zum Inhalt navigieren kann, desto besser.
  • Brand und Konzept: Was macht die eigene Marke interessant? Warum sollten Kund:innen hier kaufen? Welche Themen oder Nischen werden besetzt und warum sollte sich jemand durch Verlinkung in Zusammenhang mit der Marke bringen?

Dazu gehören auch:

  • Crawaling, Rendering und Indexierung
  • User-Signals
  • Technik
  • externe Links und Content-Marketing
  • Mobile
  • Verticals: Google Jobs, Google Maps, Google Bildersuche
  • Monitoring und Reporting

Sie bilden das Fundament der SEO-Strategie. Diese hängt immer stark vom Unternehmen ab. Je nachdem, welche Strategie das Unternehmen verfolgt, sollte die SEO-Strategie angepasst werden. Am Ende der Planungen und Überlegungen sollte ein Fahrplan-Dokument stehen, das immer wieder geprüft werden muss. Und: Qualität geht vor Quantität!

 

Das große Bild hinter einer SEO-Strategie

Was brauchen wir, um eine SEO-Strategie auf die Beine zu stellen? Als wichtige Punkte nennt der Speaker hier:

  • Kannibalisierung: für jeden Suchbegriff besteht eine eigene Seite
  • Präsenz innen und außen: Wie präsentiere ich mich auf meiner eigenen Website und wie werde ich anderswo präsentiert? Passen Erwähnungen, Backlinks etc. zu meinem Auftritt?
  • Aufbau einer Linkstruktur – drei Säulen
    • reaktiver Linkaufbau: Ich warte, dass Potenziale auftauchen.
    • proaktiver Linkaufbau: Ich suche nach Websites, die passen und bemühe mich um Links.
    • strukturierter Linkaufbau: Ich habe eine Liste mit Websites zum Abarbeiten.

Beim Linkaufbau sollte man strategisch vorgehen. Eine Analyse der Wettbewerber, der eigenen Website und anderer Websites der Branche bringen einen hier weiter. Außerdem sollte der Fokus auf guten Inhalten liegen. Die besten Backlinks entstehen nämlich durch hochwertige Inhalte. Dabei dürfen Faktoren wie die Rankings und soziale Signale nicht vernachlässigt werden.

 

Fazit: Strategie ist Taktik

Am Ende gibt Marcus ein paar Take-aways mit auf den Weg, deren Erläuterung leider auch nicht hörbar war

  • Wenn Du merkst, dass etwas gut funktioniert, mach mehr davon!
  • Stecke viel Energie in die Analyse.
  • Nutze Tools, um tiefe Einblicke zu bekommen.

 

Website-Struktur unter der Lupe: Wie Nutzer:innen UND Suchmaschinen wichtige Inhalte leichter finden | Stephan Czysch

Zu Stephan konnten wir zum Glück über den Youtube-Link schnell gelangen, dann hats auch mit der Technik (inkl. ein wenig Techniker-Unterhaltung) geklappt.

Starten wir ins Thema: Die erste wichtige Frage, die man sich zur eigenen Website stellen sollte, ist: Wofür möchte ich gefunden werden? Und wie werde ich dafür gefunden? Hier kommen schnell SEO-Faktoren wie Relevanz und Popularität ins Spiel, aber auch Link-Signale. Wichtig ist, dass Unternehmen sich im Hinblick auf die „Wofür“-Fragen richtig einschätzen und Gesamtziele definieren, um darauf eine Strategie aufzubauen.

Dabei denken die meisten Unternehmen in Kanälen. Am Anfang steht die Zielgruppe und für die kann ich SEA, SEO, Affiliate, E-Mail-Marketing und ganz viel anderes machen. Dabei arbeiten die Kanäle mit ihren Zielen aber nicht zusammen. Besser ist es, die Zielgruppe in den Fokus zu stellen und die Kanäle drum herum zu bauen – immer so, dass die Ziele ineinandergreifen.

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Wie gehe ich vor, um von Kund:innen und Suchmaschinen besser gefunden zu werden?

Stephan stellt uns hier insgesamt fünf Schritte vor, mit denen die Auffindbarkeit erhöht werden kann.

Prioritäten klären:

  • Was sind die wichtigen Themen? Hier kann nach Umsatz, Marge, Reichweite oder anderen Parametern definiert werden.
  • Themen Einstiegsseiten zuweisen: Hier lohnt sich ein Blick in die „Ähnlichen Fragen“ bei Google. Hilfreich sind Tools wie thruuu, die eine gute Gesamtübersicht über die Seiten in der SERPs geben. Wichtig ist, dass die zu erstellenden Inhalte richtig guten Content darstellen.

 

Check, wie Inhalte aktuell erreichbar sind:

  • Wie viele Klicks sind nötig, um die Inhalte zu erreichen? Wie viele einzigartigen Inlinks sind vorhanden? Und welche externen Seiten haben viele Verlinkungen?
  • Nutze Seiten, die selbst gut verlinkt sind, für interne Verlinkungen
  • Analyse mit Crawlern

 

Überlege, wie Verlinkungen verbessert werden können

  • Hauptnavi überarbeiten: Ebenen, Submenüs, Icons etc.
  • beliebte Artikel verlinken und Ankertexte optimieren auf deren Primärkeyword
  • interne Verlinkungen: auch von alten Artikeln auf neue; stets mit Fokus auf das semantische Umfeld
  • Footer nutzen und individualisieren
  • Überlegung: Was will der:die User:in im nächsten Schritt?
  • Übersichtsseiten erstellen: Sitemap-Seiten

 

Optimiere die internen Ankertexte

  • für Google wichtig: themenrelevante Seiten mit den richtigen Worten verlinken
  • Ankertexte sind bestes Signal für eine Suchmaschine, um zu zeigen, worum es auf einer Seite geht
  • Impressionen vs. Link-Score auswerten

 

Zusammenfassung: Do’s & Dont‘s

Nachdem wir ausführliche Tipps bekommen haben, fasst Stephan alles nochmal kurz zusammen:

Vermeide

  • unterschiedliche Adressen mit demselben Ankertext verlinken
  • Potenzial optimierter interner Ankertexte ignorieren
  • zu viele Links setzen
  • keine Gedanken über die Platzierung machen: Wie sichtbar mache ich diesen Link?

Also:

  • Kernthemen definieren: Wofür will man gefunden werden?
  • Erstelle richtig hochwertige Inhalte mit passenden Keywords.
  • Mach diese Seiten leicht erreichbar.
  • Verwende relevante Ankertexte.
  • Suche passenden Kontext.
  • Analysiere und optimiere.

 

Online-Marketing-Konzept | Erwin Lammenett

Und auch im dritten Vortrag des Tages blieb es spannend: Würde die Technik mitspielen? Sehen wir den Speaker, aber die Folien nicht? Oder sehen wir die Folien, aber hören den Speaker nicht? Anfängliche Schwierigkeiten konnten offensichtlich schnell behoben werden – und der Speaker verdeckte in der Bild-in-Bild-Ansicht immerhin seine eigenen Überschriften nicht! Olé, es kann losgehen!

 

Was ist die Problemstellung bei Online-Marketing-Konzepten?

Für Erwin liegt die Problemstellung vor allem darin, dass Online-Marketing wahnsinnig viele Möglichkeiten bietet. Doch wie soll der richtige Mix für ein Unternehmen aussehen? Aus ganz vielen Wegen muss der optimalste gefunden werden

 

Einflussfaktoren für die Online-Marketing-Konzeption

Bevor man sich an die Konzeption macht, sollten die Einflussfaktoren betrachtet werden. Diese geben bei der strategischen Konzeption Rückschlüsse auf die Ausrichtung und die Kanäle, die bespielt werden sollten und wie.

Ziele & Zielgruppen

  • Ziele: Einführung des Produkts vs. Gewinnmaximierung für bekanntes Produkt, also: Was will ich? Dazu muss ich mir vorher Gedanken machen
  • Zielgruppen: haben meist mit Segmenten zu tun (Damen ab 40, Herren mit Schuppen);  Zielgruppe hat einen starken Einfluss auf den Online-Marketing-Mix

 

Mitbewerber

  • Kämpfe ich gegen Platzhirsche?
  • Hat die Branche das Thema Online-Marketing vielleicht noch nicht wirklich entdeckt?

 

Erfahrungen

  • Welche Erfahrungen sind im Unternehmen vorhanden? Das hat Einfluss auf den Marketing-Mix.
  • Gibt es Budget für Fortbildungen oder Fachpersonal?

 

Budget

  • Wofür wird das Geld ausgegeben? Wie hoch ist das Budget?

 

Komplexität des Beziehungsgeflechts:

  • Wie hängen die Maßnahmen zusammen?
  • online und offline verknüpfen

 

Marke und Preis

  • Wenn Du ein Produkt nicht über den Preis verkaufen willst, brauchst Du einen klaren USP und die richtigen Kanäle

 

lokal, national, international

  • Local-Marketing: immer mit gutem Geo-Targeting
  • Internationales SEO als eigenes Feld

 

Schnelllebigkeit

  • Marketing-Konzept liefert im einen Jahr vielleicht hervorragende Ergebnisse, im nächsten aber nicht mehr, deswegen Prüfung!

 

Dilemma klassischer Agenturen und Kund:innen

  • Know-how-Problem auf Kundenseite
  • Vertriebsstärke auf Agenturseite
  • Vergütungsmodelle oft unklar

 

Lösungsansätze für eine Online-Marketing-Konzeption

Orientierung am Budget

  • Ausschlussverfahren: Alles raus, was aufgrund von Budgetrestriktionen keine Aussicht auf Erfolg hat.
  • für Alle verbleibenden Disziplinen bestimmte Grundüberlegungen: What-if-Modell

 

Zero-Base-Ansatz

  • Analyse- und Planungsmethode, bei der das Budget von Grund auf neu berechnet wird und Erfahrungen aus anderen Perioden nicht berücksichtigt werden
  • viel Arbeit, alles wird betrachtet und erwogen
  • Ergebnis: großes What-if-Modell

 

Orientierung an harten Kennzahlen

  • eine Maßnahme darf nicht mehr als XY kosten
  • vor allem bei Performance-Marketing und bei Testkampagnen

 

Orientierung an weichen Kennzahlen

  • Identisch mit harten Kennzahlen, aber mit anderen Zahlen, eher bei Markenbildung interessant
  • Reichweite, Klickrate oder CPC

 

Orientierung am Mitbewerber: Gibt ein Bild über den Mitbewerber und seinen Online-Marketing-Mix; am besten mit Tools!

  • Keywords
  • Anzeigetexte
  • Wo sind Anzeigen und wie oft?
  • Werbemittel im Affiliate
  • SEO
  • Themen im Content-Marketing

 

Iterativer Annäherungsprozess

  • strukturierte Vorgehensmodelle zur Erarbeitung zielführender Online-Marketing-Konzeption
  • KMUs: am besten agile Modelle und Testkampagnen, um Erkenntnisse zu gewinnen und Budget-Optimierungen zu erreichen

 

12+ Dinge, die du über Google Maps & Google My Business (noch) nicht wusstest | Sven Deutschländer

Technik läuft, Film… äh… Vortrag ab! Wahnsinnig viel von dem, was wir brauchen, findet lokal statt. Google weiß das und nutzt diese Bedürfnisse. Die meisten Menschen gehen über Google Maps, um lokale Informationen zu bekommen, etwa, wenn sie Essen gehen möchten, einen Handwerker suchen oder den nächsten Urlaub planen.

Daher ist und bleibt Google Maps – in Kombination mit Google My Budiness – für Google unglaublich wichtig. Btw: Google My Business wird zu Google Unternehmensprofil und damit auch mit weniger Barrieren nutzbar.

 

Google My Business wird zum Multi-Location-Manager

  • My-Business-App wird obsolet
  • Standort-Verifizierung wird durch die Suche und Maps integriert
  • GMB-Desktop-Zugang für Agenturen und Multi-Location-Manager
  • Local-Inventory wird stärker ausgerollt; Suche zeigt Resultate (mit Merchant-Center)
  • Live-Chat mit Kund:innen ohne App direkt über Maps
  • Anruf-Historie in USA und CA, wird es aber aufgrund der DSGVO in Deutschland nicht geben.
  • auch die Ads verändern sich: Smart-Bidding für Ladenverkäufe: Conversion löst nicht nur der Ladenbesuch aus, sondern auch der Ladenverkauf

 

Google Business Profile gezielt optimieren

Wichtig ist, dass die Google-Business-Profile mit gezielten Maßnahmen optimiert werden.

Basics:

  • Firmenname, Adresse, Einzugsgebiet – mi Bedacht und Sinn. Hier sollten Daten auf verschiedenen (Branchen-)Seiten und dem Impressum immer übereinstimmen.
  • Website-Link, Links für Termine, Speisekarten-URL

 

Content:

  • Bewertungen einfordern (sorgt für höhere Positivquote)
  • Auf negative Bewertungen immer antworten, auf positive Bewertungen nur, wenn es erforderlich ist
  • Spam-Bewertungen melden und immer wieder melden lassen
  • Leistungen hinterlegen: richten sich nach den hinterlegten Kategorien und können mit vielen Details ausstaffiert werden – u.a. mit Keywords 😉
  • Produkte auflisten: mit Name, Bild, Kategorie, Preis, Beschreibung, Link
  • Bilder: alle Kategorien nutzen und Bilder mit hoher Qualität einstellen
  • Beiträge posten: Events, Angebote, Knowledge-Graph füllen

 

Extras:

  • Highlights im Info-Bereich: Attribute, die erst freigeschaltet werden müssen
  • Fragen-Antworten: selber Fragen stellen, gleich antworten und TOP-Antworten hochvoten
  • kostenpflichtige lokale Dienstleistungen wie Käuferschutz
  • Rankingfaktoren: Relevanz, Nähe, Popularität (Menge und Durchschnitt der Bewertungen, lokale Erwähnungen, Menge der Besuche und deren Qualität)
  • Offline-Vermarktung online adaptieren: Werbemaßnahmen von offline auf online (Social-Media) transferieren

 

Drei kleine Takeaways

  • Google My Business als Tool mit neuen Features nutzen.
  • Google Maps nutzen.
  • Local Hero werden.

 

Mittagspause mit Paneel-Diskussion Status Quo Online-Marketing – Auf was müssen wir uns in Zukunft gefasst machen?

Bei der Paneel-Diskussion kamen drei Angestellte in Führungspositionen aus dem Online-Marketing auf die Bühne. Wichtiges Thema: Recruiting, Ausbildung im Online-Marketing und Nachwuchskräfte. Der Markt boomt. Daher die Frage: Wie kann man den Einstieg in die Branche finden? Viele wollen rein, aber eine gute Ausbildung und einiges an Erfahrung ist wichtig, um erfolgreich zu sein. Andererseits spielt auch die Wertschätzung für Arbeitnehmende eine wichtige Rolle – nicht nur in Form von Boni, sondern auch beim Gehalt und der Verantwortung.

Es wäre sicher eine spannende Diskussion gewesen, wenn der Stream sich nicht für länger und öfter einfach aufgehängt hätte.

Wieder einsteigen konnte man an der Stelle, als es darum ging, welchen Mehrwert Agenturen im Hinblick auf die Ausbildung bieten. Agenturen bieten natürlich einige Anknüpfungspunkte an Kunden aus vielen verschiedenen Branchen. Im Gegensatz dazu bietet ein Einstieg auf Unternehmensseite detailliertere Einblicke und eine eher spezifische Ausbildung.

Summa summarum ging es darum, welche Probleme und Sorgen die Branche hat. Aber auch, dass es viele Menschen gibt, die ein großes Interesse an Online-Marketing haben und schon als Studentin oder Trainee in die Branche einsteigen – und auch dafür brennen. So ein Glück, denn diese Personen werden überall gesucht – sowohl in Unternehmen als auch in Agenturen.

Kleiner Hinweis in eigener Sache: Bei xpose360 sind wir auch immer auf der Suche nach Verstärkung! Klick doch mal in unser Karriere-Portal und schau, ob was Attraktives für Dich dabei ist!

 

User-Intent unter der Lupe | Andrea Claudia Delp

Wie kann der User-Intent verstanden werden? Was passiert, wenn der User-Intent in den Fokus gestellt wird? Und warum gab’s in diesem Vortrag keine technischen Probleme? 😊

Im Bereich SEO geht es hier natürlich um Rankings, aber auch darum, User:innen abzuholen und Conversions zu erzielen. Die Bessere Strukturierung von Inhalten durch Rücksicht auf den User-Intent bedingt aber auch eine Steigerung der Leads. Andrea fasste das knapp und prägnant zusammen – mit kreativen Folienübergängen:

 

Basics

  • Change: Eine Website ist keine Plakatwand: offline ist nicht das gleiche wie online
  • Stop believing: „Glauben“ gibt es hier nicht. Wenn man Dinge nicht genau weiß, dann sollte getestet werden. Auch Spielräume sollten geschaffen werden. Das Beharren auf Style-Guides bringt eine Marke nicht weiter.
  • UX-Grundlagen: Erfüllung von Nutzerbedürfnissen muss klar erkennbar sein, das Wording muss passen, nicht zu viele klickbare Elemente

 

Recherche

Keywords:

  • SEO-Klassiker: einzelne Begriffe, die getrennt voneinander betrachtet werden können
  • Wichtig ist, die Begriffe im Kontext zu sehen sind und die Intention dahinter klarer wird
  • Perspektivenwechsel: Google-Daten nutzen, allgemeine Fragen berücksichtigen, Produkte/Produktmerkmale auf Wichtigkeit analysieren
  • Kundenstimme wird in Google repräsentiert

 

Google: repräsentiert die Kundenstimme

  • SERPs checken und sich inspirieren lassen
  • Was suchen Kund:innen wirklich?

 

Interviews

  • Customer-Insights: Man geht mit Kund:innen ins Gespräch, um sich ein klares Bild zu machen (offenes Interview)

 

Tracking und Testing

  • vorher Ziele definieren

 

Umsetzen

Grundlagen erledigen: Zielgruppe, Produktwelt, USPs, Personas, Unternehmenspersönlichkeit

  • Archetypen bedienen
  • Branding mit einbeziehen: Was passt zur Marke?
  • Persönlichkeit reinbringen

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Make it real: Seitenkonzepte mit

  • Prototyping
  • Checklisten für USPs, Persönlichkeit, Ziele
  • Immer testen!

 

Erlebnis verkaufen, nicht nur Information

  • Wie wird der Inhalt für Kund:innen erlebbar? Was suchen Kund:innen wirklich, wenn sie Informationen wollen?

 

Zusammenfassung:

  • Recherche
  • Grundlagen
  • Entwurf
  • Testing
  • Rollout
  • nochmal Testing
  • Nachjustieren

 

Customer-Experience-Marketing statt Content-Marketing – So machst du deinen Content erlebbar | Christopher Bock

Es gibt immer mehr Inhalte im Netz – aber immer noch genauso viel Zeit, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Es wird also immer schwieriger, die Aufmerksamkeit potenzieller Kund:innen auf sich zu lenken. Wie schafft man also Inhalte, die mit den User:innen verbinden, die gewissermaßen erlebbar sind? Einen strategischen Ansatz stellt und Christopher vor.

Am Beispiel von Jan, der eine E-Bike-Tour in den Bergen machen will, zeigt er uns, was alles beachtet werden sollte:

  • hochwertiger Content ist King
    • SEO-Texte ohne Emotion und Mehrwert macht jeder. Wie hebe ich mich von der Masse ab?
    • Content soll erlebbar sein!
  • Wie suchen Kund:innen nach Inhalten? Wie schreiten sie durch die Customer-Journey?
  • Woher kommen User:innen und wohin gehen sie im nächsten Schritt?

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9 Aktivitäten und Learnings

  • Personalisierte Produkte, bspw. Hundefutter-Proben, die auf den Hund zugeschnitten sind inkl. eines Gutscheins für den Shop mit anschließender E-Mail-Strecke mit Infos zur Futterherstellung, Gutscheinerinnerung
  • Tests, bspw. Hunderassentest „Welcher Hund passt zu mir?“
  • Snackable Content für alle Kanäle: spielerische Ideen mit Produktbezug
  • Micro-Conversions im Content: Gratis-E-Books am Ratgeber, Futterfinder, Service-Angebote mit anschließender E-Mail-Strecke, um den Kontakt aufrechtzuerhalten
  • Einkaufsberater auf Kategorieseite: Welche Fragen würde ein Berater im Einzelhandel stellen? Diese spielerisch in die Produkte einbauen (Kacheln)
  • Cross-Channel-Optionen: Evergreen-Contents als Paketbeileger mit QR-Codes
  • Audio- und Video-Inhalte anbieten: Alltag und Medienverhalten der Leser:innen berücksichtigen und weiteres Reichweiten-Potenzial für andere Kanäle nutzen
  • Kund:innen / Leser:innen zuhören: Frage-Möglichkeiten anbieten, Bewertungen anbieten; dabei Verweildauer, Absprungrate, Scrolltiefe und Heatmaps einbeziehen
  • Räume auf, fokussiere und teste: Wie kann ich Texte besser machen? Desktop vs. Mobile?

 

Take-Aways

  • Behalte immer die gesamte Customer-Journey im Auge!
  • Löse positive Erfahrungen und Emotionen aus!
  • Teste, messe und optimiere!
  • Miste aus!

 

SEO ist Unternehmensentwicklung | Stefan Godulla

Und kaum hat man sich gefreut, dass technisch alles im Lot ist, geht’s auch schon wieder schief. Zum Glück war nach wenigen Minuten alles wieder im Griff!

In vielen Unternehmen wird die Relevanz von SEO noch unterschätzt. Dabei ist SEO wichtig für den Erfolg. Doch so einfach ist es oft nicht. Stefan sagt uns, warum:

 

Diese wichtigen Faktoren sollten berücksichtigt werden:

  • Kann ich dem Kunden gerecht werden?
  • Möchte der Kunde meine Expertise?
  • Ist SEO der richtige Kanal?
  • Gibt es ein realistisches Budget?
  • Gibt es eine Grundlage, dass das Projekt klappt?

 

Was darf SEO kosten?

Die Frage nach den Kosten wird nur selten offen gestellt. Hier stehen sich immer Nutzen und Preis gegenüber. Der Wert von SEO ist kaum zu unterschätzen – ebenso die Erfahrung eines guten SEO-Consultants.

 

Jedes Projekt fordert SEO unterschiedlich heraus

Jede Website hat andere Baustellen. Bei SEO geht’s nicht um stupides Abarbeiten von Tasks, sondern das überlegte Herangehen an die Sichtbarkeit einer Website. Deswegen Stefans Empfehlung: die Zielgruppenanalyse!

  • Analyse und Ziele definieren
  • Suchintention
  • Content-Formate
  • Snippets
  • SEO „nach Hans Kronenberg“

Drei Stufen für SEO-Erfolg

  • Sichtbarkeit: Zielgruppen, Suchintention, Content, Link-Juice OnPage/Performance
  • Klickrate: Snippet-Optimierung, Klick-Title, SERP-Layout, Featured-Snippets
  • UX/UI/CRO: Zieldefinition, Tracking, Consent-Management

 

SEO im Unternehmen

Im Unternehmen müssen die Mitarbeitenden zusammenarbeiten und sich zusammentun, um vielseitigen Content zu erstellen, der auf der Website platziert werden kann, und dabei den Kund:innen und deren Bedürfnissen entgegenzukommen.

Dahinter sollte immer eine Strategie stehen, die umgesetzt wird. Gibt es eine solche, macht sich das in der Regel direkt im Ranking bemerkbar. Auch die immer wieder kommenden Google-Updates gehören mit in die Strategie – auch wenn das viel Beobachtung bedeutet.

Wichtig:

  • Unternehmensentwicklung mit Strategie
  • Rankingverteilung und deren Entwicklung
  • Sichtbarkeit im Vergleich mit dem Wettbewerb
  • Content-Strategie erkennen
  • Tabellen im Featured-Snippet
  • eigene Infografiken lohnen sich
  • technisches Update für die User-Journey

 

OMT 2021: wieder einmal war für jede:n Online-Marketer:in was dabei!

Nach einem ganzen Tag im OMT-Universum und einer Menge Fachwissen und Unterhaltung bleibt der Eindruck: Trotz technischer Schwierigkeiten konnte ich heute an einem gelungenem OMT 2021 teilnehmen. Die Chats mit den Teilnehmenden und die kurzen Sequenzen zwischen den Vorträgen lockerten die Atmosphäre auf und sorgten für einen kurzweiligen Konferenztag. Und während die, die vor Ort teilgenommen haben, nun langsam After-Conference-Party aufbrechen, lehne ich mich zurück und lasse ganz ruhig den Tag Revue passieren – in einem kleinen Recap.

In diesem Sinne: Thank you for the fish – und ich freu mich schon auf’s nächste Jahr!