Recap zum OMT 2020

Recap zum OMT 2020 – eine virtuelle Konferenz, so lebendig wie kaum eine andere

Auch dieses Jahr fand der OMT statt – aber nicht in Wiesbaden. Die Veranstalter setzten auf ein hybrides Format mit Moderator:innen vor Ort und einer digitalen Live-Veranstaltung für Speaker:innen und Teilnehmer:innen. Mit drei Vortragskanälen, guter Unterhaltung zwischen den Themen und genug Zeit und Raum zum Networken wurde man in diesem Format hervorragend mit dem Neusten aus der Online-Marketing-Szene versorgt. Insgesamt fanden 22 Vorträge statt, welche von SEO-Tipps über Social-Media-Kampagnen bis zu einer ausführlichen Website-Clinic reichten. Zum Abschluss gab es noch eine bemerkenswerte Keynote zum Thema Cyber-Security.

Vorträge, Speaker:innen, Technik, Unterhaltung – hier blieben keine Wünsche offen

Mal ganz ehrlich: Wenn man sich auf eine Online-Konferenz einstellt, stellt man sich auch auf einen Tag ein, an dem man sich vor seinem Bildschirm einrichtet und sich ein wenig berieseln lässt, vielleicht das ein oder andere mitschreibt und versucht, so viel wie möglich für die eigene Praxis mitzunehmen. Das bekam man bei dem OMT 2020 auch – doch es gab noch so viel mehr!

OMT 2020: für jeden Online-Marketer was dabei

Beginnen wir bei den Vorträgen: Die durch die Community ausgewählten Themen und Speaker:innen bildeten einen ansprechenden Mix aus verschiedenen Bereichen des Online-Marketings. Denn bei der Auswahl stand im Fokus, welches Thema am meisten Resonanz und Interesse in der Community des OMT-Clubs hervorruft.

Ein Schmankerl war die Website-Clinic, die anhand eines realen Falls einen holistischen Einblick in einige Bereiche des Online-Marketings gab. Besonders spannend war hier, dass auch rechtliche Themen aufgegriffen wurden.

Als Keynote – deren Thema bis zum Abend geheim gehalten wurde – wurde uns ein technisch versierter Vortrag über Cyber-Security geboten, der die allgemeine Wichtigkeit dieses Themas bei all dem Drumherum noch einmal ins Blickfeld rückte.

Wenn es mit der Technik funktioniert, freuen sich die Teilnehmer:innen

Die technische Basis war schier unerschütterlich. Bis fast zum Schluss kam die OMT ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten aus. Auf der browserbasierten Plattform der Konferenz waren alle Features, die für eine erfolgreiche Teilnahme relevant sind, abgerufen werden – und das in einem „Tool“. Während auf anderen Konferenzen gerne zwei bis drei Apps oder Websites in Gebrauch sind, um Streaming, Kommunikation und Interaktion unter einen Hut zu bringen, konnte hier alles in einem Browserfenster erlebt werden. Und das leitet schon zum nächsten Punkt über…

Entertainment und Networking: der OMT mit Unterhaltungswert

Wenn man als Teilnehmer:in einen Vortrag nach dem anderen hört, kann schon einmal Langeweile aufkommen. Nicht hier. Beim OMT stand Spaß und Networking ebenso im Fokus wie die wichtigen Themen der Speaker:innen. Während der Vorträge, zwischen den Vorträgen in separaten Speed-Dating-Chatrooms sowie als intensive thematische Nachbesprechung in eigens eingerichteten Channels konnten Kontakte geknüpft und sich ausgetauscht werden, was das Zeug hielt – und was die Zeit hergab, bis man wieder in einen anderen Kanal wechseln wollte, weil ein neuer, ansprechender Vortrag wartete.

Interessant war hier auch das Matching-Feature. Wer sich sein Programm für den Tag zusammengestellt hatte, wurde mit Teilnehmer:innen „gematcht“, die dieselben Interessen hatten. Das und die kurzen Speed-Dating-Chats schufen super Anknüpfungspunkte für kleine Gespräche und ein zwangloses Kennenlernen.

Als Sahnehäubchen wurde der gesamte Tag, die Vorträge und die Speed-Dating-Channels von freundlichen und humorvollen Moderator:innen begleitet – darunter natürlich auch Mario Jung, das OMT-Urgestein. Die Moderation war sich auch nicht zu schade, in den Pausen lustige Spiele zu veranstalten, die nicht nur den Chatverlauf ankurbelten, sondern wirklich zum Lachen brachten.

Und wer es bis zum Abend ausgehalten hat, der konnte noch an einer aufregenden Bingo-Runde teilnehmen, bei der noch munter lustige Geschenke und Freitickets verlost wurden.

Unterhaltsam waren natürlich auch die Vorträge, die zur Freude der Autorin öfter mal mit Star-Wars-Memes aufgepeppt wurden. Eine kleine Auswahl der Vorträge (nicht der Memes) wird Dir hier vorgestellt.

 

Der Klick ist nicht genug – Conversion-Fieber mit optimierten Landingpages – von Christian Lipp

Was wollen Website-Besucher:innen? Gleich zu Beginn nennt der Speaker Christian Lipp in seinem sympathischen Vortrag im James-Bond-Style drei zentrale Faktoren, die eine Landingpage erfüllen sollte, um Conversions generieren zu können: Relevanz, Empathie, USE (uebersichtlich – schnell – einfach).

Damit die Landingpage die Bedürfnisse der Zielgruppe befriedigt und erfolgreich sein kann, ist jedoch noch mehr nötig. Wenn Kund:innen auf eine Website kommen, stellen sie sich in der Regel innerhalb der ersten fünf Sekunden verschiedene Fragen: Wer bietet es an? (Kann ich dem Anbieter Vertrauen?), Was ist es? (Wieso ist es gut für mich?), Warum hilft es mir und wie geht es jetzt weiter?

Um diese Fragen zu beantworten und die Besucher:innen abzuholen, sollte die Landingpage drei Punkte erfüllen:

  • Message-Match: Erwartungshaltung soll erfüllt werden
  • Zielfokus: User:innen das zeigen, was sie sehen wollen
  • Technikcheck: Pagespeed, Desktop/Mobil

Da das aber nicht ausreicht, um eine Conversion-optimierte Landingpage zu basteln, gibt Christian Lipp noch einen „Bauplan“ an die Hand, der die wichtigsten Punkte für die Gestaltung einer Landingpage enthält:

  1. Logo, Headlines, Sublines
  2. Heroshot (Hintergrundbild)
  3. Vertrauen aufbauen
  4. Vorteile kommunizieren
  5. Call-to-Action
  6. CTA-Elemente wie Download-Buttons

An dieser Stelle muss man mal Danke sagen, dass dieses wichtige Thema so kurzweilig und prägnant auseinandergesetzt wurde.

Landingpage-Optimierung

Krieg der SERPs – So verstehst und rockst du die Suchergebnisse – von Dennis Hirsch

Dieser Vortrag blieb besonders in Erinnerung – wohl auch wegen der lustigen Star-Wars-Memes. SERPs sind die kleinen, aber feinen Begleiter jeder Website, die einfach passen müssen, denn sie entscheiden häufig über den ersten Eindruck – und dieser erscheint in den Suchergebnissen. Das Tolle an SERPs gleich vorweg: Sie sind einfach erstellbar und veränderbar, ohne dass Kosten für neue Texte oder SEO anfallen und spielen dabei als Rankingfaktor eine Rolle. Doch der „Verdrängungswettbewerb“ ist groß, denn alle SERPs wollen die Macht… äh, auf Platz 1 ranken. Hier konkurrieren sie jedoch nicht nur mit anderen SERPs, sondern auch mit der dunklen Seite des Rankings: mit Video-Anzeigen, lokalen Ergebnissen und Werbebildern, die ebenfalls in der Suchmaschine angezeigt werden.

Vor jeder Optimierung rät Dennis Hirsch, klar auszumachen, ob das SERP eine informelle, transaktionale oder navigationale Intention verfolgen soll. Entsprechend dessen und nach den Prinzipien der AIDA-Formel sind optimierte SERPs ansprechender und aussagekräftiger. Ganz wichtig, um mit optimierten SERPs erfolgreich zu sein, sind die strukturierten Daten im Hintergrund. Diese Daten helfen Google dabei, einzuschätzen, wie relevant eine Website ist. Hier kann zum Beispiel auch hinterlegt werden, dass FAQ-Parts der Website als FAQ-Snippet erscheinen.

Wer gesehen werden will, muss sich zeigen – und das am besten mit ganz viel Platz. Deswegen können SERPs um praktische Features erweitert werden, die nicht nur mehr Informationen bieten, sondern auch ins Auge fallen:

  • Sterne-Bewertungen (nur, wenn sie Sinn ergeben!)
  • FAQ-Snippets bzw. Featured-Snippets
  • Beeinflussen der von Google definierten Sitelinks (bestehen meistens aus dem Hauptmenü oder H2-Überschriften)
  • Google-My-Business-Optimierung (Hotspot des lokalen Bereichs, wird immer auf Position 0 gerankt mit Infos zu Bewertungen und NAP (Name, Adresse, Phone))
  • Bewertungslink (wichtig hier: auf alle Bewertungen reagieren, nahbar sein)

Google Ads befinden sich auf der dunklen Seite der Macht. Deswegen hat Dennis Hirsch die Finger davongelassen – zum Glück aber nur davon. Denn der mit Star Wars gespickte Vortrag war nicht nur erhellend, sondern bot einige schnell umsetzbare Tipps!

X LinkedIn Content Marketing-, Personal Branding- & Social Selling-Hacks – von Britta Behrens

Dieser Vortrag kam nach der kurzweiligen und mit lustigen Spielen angereicherten Mittagspause echt gut an. In kurzen und prägnanten Abschnitten erläuterte Britta Behrens eine Menge Hacks, mit denen man das Content-Marketing, das eigene Personal-Branding und Social-Selling auf LinkedIn ganz einfach optimieren kann. Noch mehr Input dieser Art versprach sie im Zuge des Vortrags auf ihrem LinkedIn-Profil (wie passend!). Da es viel zu viele waren, um sie alle darzustellen, werden Dir aus jedem Bereich etwa eine Handvoll Hacks präsentiert. Aufgeteilt wurden die praktischen Tipps und Tricks in drei Bereiche: Content-Hacks, Networking-Hacks und Personal-Branding-Hacks

Content-Hacks

  • Auf der App sind mittlerweile LinkedIn-Storys für einige Benutzer verfügbar. Diese eignen sich hervorragend für kleinere Tipps oder Storys über Unternehmen oder Personen. Britta Behrens findet jedoch, man sollte es damit nicht übertreiben.
  • Umfragen befördern die Interaktivität und Kommunikation mit dem Netzwerk. Das praktische Umfragen-Tool von LinkedIn passt da gerade richtig.
  • Die LinkedIn-Event-Subscription sorgt dafür, dass nun auch Leads mit Events generiert werden können, da die Anmeldung direkt über LinkedIn läuft.
  • Profil-Monitoring-Funktionen sind unheimlich praktisch, um die Follower:innen-Zahlen im Blick zu behalten und zu sehen, wie die eignen Inhalte performen. Dazu passt auch:
  • Der Artikel-Reichweiten-Check hilft, veröffentlichte Artikel zu monitoren. Hier wird sichtbar, wie viele Leute aus welchen Unternehmen und mit welcher Position die Artikel gesehen haben und wie sich die Beiträge und Postings entwickelt haben.

Networking-Hacks

  • Vernetzen kannst Du Dich in der LinkedIn-App nicht nur mit dem Vernetzen-Button. Viel persönlicher wird es, wenn Du eine Nachricht hinterlässt. Dazu einfach auf „Einladung schreiben“ klicken und eine nette Nachricht hinterlassen.
  • Um sich vor Kaltakquise zu schützen, hilft es, das Profil statt „Vernetzen“ auf „Folgen“ umzustellen. Wichtig hier: In den Einstellungen unter Follower auf „ja“ stellen, damit diese nach wie vor alle Möglichkeiten haben, mit Dir in Interaktion zu treten.
  • Um effektiv Networking zu betreiben, kann man sich die Teilnehmer:innen von LinkedIn-Events ansehen und sich vernetzen.
  • Kontakte-Surfen bei anderen und sich dann neu Vernetzten macht auf LinkedIn richtig Spaß. Viel mehr Spaß macht es aber, wenn andere das bei Dir nicht können. Das kannst Du in den Profileinstellungen ausschalten.
  • Spezifiziere genau, was Du Deinen Followern zeigen willst, indem Du einstellst, was das interne Netzwerk von Dir sehen kann.

Personal-Branding-Hacks

  • Wer seine Profil-URL um passende Keywords bereichert, die einen positionieren, gewinnt nicht nur aus SEO-Sicht.
  • Profil-SEO geht aber noch weiter: Um bei Google unter dem eigenen Namen gefunden werden, müssen die Einstellungen im Profil passen. Daher auf „öffentliches Profil“ die Sichtbarkeit einschalten.
  • Skill-Tests sind ein probates Mittel von LinkedIn, um die angegebenen Fähigkeiten zu prüfen. Die kleinen Tests haben es in sich, das Badge, das man bei Bestehen verliehen bekommt, freut einen dann aber umso mehr.
  • Durch die Teammate-Funktion kannst Du immer sehen, was die Personen aus Deinem Team gerade auf LinkedIn machen.
  • Du willst, dass deine Profil-Besucher:innen sofort wissen, wie sie Kontakt zu Dir aufnehmen können? Prominent platziert sind die Daten ganz oben – am besten im Ausbildungsbereich.

Wer ein LinkedIn-Profil hat, wird sich sicher über den ein oder anderen Tipp freuen. Und wer nicht, der ist nach diesem Vortrag perfekt vorbereitet, um sich eins anzulegen.

LinkedIn-Hacks

 

Engage! Die besten Tipps und Tricks für hohe Interaktionsraten bei Social-Media – von Björn Tantau

Facebook ist riesig und bietet große Chancen, aber Reichweite und Engagement auf dieser Plattform sinken seit Jahren. So geht es alles Netzwerken. Warum ist das so? Die Menschen bekommen zu viel sinnlose Werbung. Deswegen fordert Björn Tantau: Gebt den Leuten, was sie sehen wollen! Und macht mehr davon, was funktioniert!

Um auf Facebook Menschen zu erreichen, ist es wichtig, dass der Algorithmus hinter dem Netzwerk verstanden wird. Dieser arbeitet beim Bewerten von Postings mit drei Faktoren:

  • Affinity: Wie sehr interessieren sich die User:innen für den Content des Publishers? Wenn Du es schaffst, dass sich die Leute mehr für Deinen Inhalt interessieren, hast du hier gute Chancen.
  • Weight (Gewichtung): Um welche Art der Interaktion handelt es sich? Ein Like ist nicht das Gleiche wie ein Kommentar und ein Kommentar nicht das Gleiche wie ein Like. Überlege Dir also, wie Du Content so bauen kannst, dass die Leute bei der Interaktion so handeln, wie du es möchtest.
  • Decay (Time): Wann haben die User:innen mit dem Content des Publishers zuletzt interagiert? Du musst regelmäßig relevante Inhalte schaffen, die gesehen werden, um Interaktionen bei denselben Leuten auslösen. Überlege Dir also, was Du tun kannst, damit User:innen am Ball bleiben.

Natürlich spielen auch weitere Faktoren wie Content-Qualität, Unique-Content, Feedback oder die Beitragsart an sich eine Rolle, die drei genannten Punkte sind jedoch die wichtigsten.

Doch wie bekommt man Menschen dazu, dass sie auf etwas reagieren? Hierauf weiß Björn Tantau gleich elf Antworten, die Deine Community zu mehr Interaktion motivieren:

  1. Provokation
  2. Abstimmungen
  3. Neues
  4. Wow-Effekt
  5. Narzissmus
  6. Eigenvorteil
  7. Rätsel
  8. Nostalgie
  9. Diskussion
  10. Positivität
  11. Lustige Inhalte

Einige der Punkte kommen einem durchaus bekannt vor. Wer kennt nicht die Postings, die mit polarisierenden Fragen Diskussionen geradezu herausfordern? Oder solche, die mit „Das kennen alle, die in den 90er-Jahren jung waren“ ganz deutlich eine gewisse Zielgruppe ansprechen wollen. Auch Katzenvideos, die Dauerbrenner im Netz, gehen immer – vor allem, wenn sie lustig sind.

Doch einfach nur Content ist natürlich nicht die Lösung. Es gibt deutlich mehr Inhalte als alle User:innen konsumieren können. Deswegen ist der beste Weg, aus der Masse herauszustechen. Das Fazit des Vortrags lautet also: Finde heraus, auf welche Inhalte Deine Zielgruppe am meisten reagiert und produziere davon planmäßig mehr, um immer zuverlässig zu liefern. Die Leute sollen Lust haben, mitzumachen. So wird eine Interaktion ausgelöst und der Algorithmus springt an.

Ein gelungener OMT 2020 – was will man mehr?

Nach fast zwölf Stunden im OMT-Universum und nach einem lustigen Bingo-Spiel bleibt zu sagen: Dieser OMT war durchaus gelungen. Nicht nur, dass es der erste digitale OMT war, auch die technische Umsetzung war reibungslos und die Unterhaltung und Einbindung der Teilnehmer:innen einfach super. Wenn man zuhause zwischendurch den Stuhl gewechselt hat, hat es sich fast angefühlt, als würde man von einem Vortragsraum zum nächsten huschen und immer neue und alte Bekannte treffen. Vielen Dank für dieses Erlebnis und bis zum nächsten Jahr – egal, ob vor Ort oder virtuell.

 

Du hast Lust auf noch mehr OMT 2020-Recaps? Hier findest Du eine kleine Auswahl!

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