Vorteile von Sketch

Löst Sketch den Adobe-Riesen „Photoshop“ im Bereich ab?

Sketch gehört mittlerweile unter die beliebtesten Programme, wenn es um die Erstellung von Screendesigns geht – ob mit dem Schwerpunkt auf UI-Designs oder jegliche andere, auf Vektorgrafik basierende, Interfaces. Sketch bringt eine Vielzahl an Funktionen mit, die anderen Tools voraus sind. Die erste Version von Sketch kam 2010 auf den Markt, und seitdem hat es die Arbeit von vielen Designern erleichtert.

Warum Sketch?

Im Gegensatz zu Photoshop, welcher sonst häufig zur Erstellung von Designs verwendet wird, wurde Sketch speziell für Screendesigns entwickelt und besitzt deshalb alle wichtigen Funktionen dafür.

Natürlich kann man in Adobe Photoshop ohne Probleme Screendesigns erstellen und die Vorstellung sich in ein neues Tool einzuarbeiten erschreckt viele. Aber Sketch ist einfach gehalten und der initiale Aufwand zur Einarbeitung ist sehr gering.

Durch Sketch erlebt man das „Designen“ auf eine neue Art und Weise. Der Arbeitsprozess wird in vielen Punkten vereinfacht und beschleunigt. Ob es sich um Assets, Mockups, Webseiten und mehr handelt – Sketch ist exakt auf die Ansprüche moderner Interface-Designer abgestimmt. Alle wichtigen Funktionen, die wir benötigen, arbeiten Hand in Hand in einem Tool.

Umfassende Export- und Sharingmöglichkeiten, übergreifende Änderungen an hunderten Designs, Vergleichsmöglichkeiten, Versionierungen, die direkte Integration in Invision und vieles mehr. Das kommt jedem UI/UX-Designer entgegen. Denn gerade hier werden die Herausforderungen immer größer. Mit Sketch werden viele Aufgaben erleichtert und somit der Workflow optimiert.

All About Sketch

Sketch ist eine Software, speziell entworfen, um Screendesigns zu erstellen. Das Besondere dabei ist, dass alles vektorbasiert funktioniert und nicht wie in Adobe Photoshop größtenteils auf Pixelbasis. Dennoch respektiert Sketch Pixel und zeigt diese mit hinterlegten Hilfslinien beim Positionieren von Elementen an. So ist sichergestellt, dass keine unscharfen Ränder entstehen.

Die Benutzeroberfläche von Sketch ist sehr schlank gehalten und wirkt dadurch aufgeräumt und übersichtlich. Das kommt daher, dass Sketch sich auf die wesentlichen Elemente konzentriert, die für das Designen von Interfaces und Co. benötigt werden.

Mit Sketch wurde ein Tool auf den Markt gebracht, das die wichtigsten Komponenten der bisherigen Programme wie Photoshop, InDesign und Illustrator für den Bereich Webdesign verbindet. Vor allem wenn man bedenkt, dass die herkömmlichen Programme der Creative Cloud für das Design von Webseiten und Apps nicht dafür ausgelegt waren.

Es ist also schnell festzustellen, dass Sketch so einige Vorteile zu bieten hat. Der Workflow wird mit diesem Tool merklich gesteigert und eröffnet ganz neue Möglichkeiten, seine Designs zu kreieren.

Pros & Cons

Wir wissen nun, dass Sketch anscheinend das perfekte Tool für Screendesigns ist. Aber was genau macht es dazu? Nun, es gibt mehre Faktoren, die dabei eine Rolle spielen.

Pros von Sketch

Erstellen von Designs

Beim Öffnen von Sketch bekommen wir eine sehr aufgeräumte Benutzeroberfläche präsentiert, auf der man sich mit Leichtigkeit zurechtfinden kann.

Sketch bietet die Möglichkeit, mehrere Artboards gleichzeitig anzulegen, um verschiedene Screendesigns zu erstellen. Dabei gibt Sketch gleich mehrere verschiedene Beispielgrößen für Dokumente vor, z. B. iPad, iPhone, Desktop etc. Natürlich ist es auch möglich, individuelle Größen anzulegen.

Somit gibt es bei der Erstellung von Desktop-, Tablet- oder Mobiledesigns einen entscheidenden Vorteil: Designer haben alles auf einem Blick und Änderungen oder Vergleiche können besser vorgenommen werden.

Neben den Artboards kann man mehrere Pages anlegen. Hier lässt sich eine Symbols-Page erstellen. Dort werden alle Elemente hinterlegt und als Symbol ausgezeichnet, wie Buttons und Icons. Ist ein Symbol hinterlegt, kann es global verwendet in der Symbols-Page bearbeitet werden und passt sich mit einem Klick in allen Designs an.

Benutzeroberfläche von Sketch mit mehreren Beispiel-Designs.

Export von Designs

Da Sketch vektorbasiert arbeitet, ist es möglich alle Symbol-Elemente mit Leichtigkeit als Vektorgrafik zu exportieren. So können Sprite Dateien u.Ä. mit einem Klick bereitgestellt werden.

Aber nicht nur das: Mit diesem Tool ist der Export gerade für die Umsetzung einer Website super einfach! Hier wird kein umständliches Briefing mehr benötigt. Mit der Verknüpfung zu Anima Launchpad können Designs komplett als HTML-Code exportiert werden.

Cons von Sketch

Wir wissen also, dass mit Sketch ein Tool erschienen ist, das uns die Arbeit wirklich vereinfacht. Dennoch gibt es einige Punkte, bei denen Sketch vielleicht noch etwas aufstocken könnte.

Shortcuts

Für diejenigen, die liebend gern mit Shortcuts arbeiten, ist dieses Tool eine Umgewöhnung, da hier auf viele Shortcuts verzichtet wird. Das bedeutet aber nicht, dass der Workflow dadurch zwangsläufig verlangsamt wird. Es ist eine kleine Umstellung, an die sich jeder schnell gewöhnen kann.

Bilderintegration

Wer in seine Designs bearbeitete Bilder einbauen möchte, muss diese zuerst in Photoshop oder einem ähnlichen Bearbeitungstool erledigen. Bei Sketch sind diese Möglichkeiten leider sehr eingeschränkt.

An sich ist das natürlich kein merkliches Problem, da Sketch ja kein Bildbearbeitungsprogramm ist.

Nur für OSX verfügbar

Zuletzt ist da noch der Fakt, dass Sketch bis jetzt nur für OSX zur Verfügung steht. Dies schränkt natürlich die Nutzerzahl von Sketch ein. Dafür ist das Preis/Leistungsverhältnis mit 99 US-Dollar pro Jahr mit regelmäßigen Updates absolut fair.

Fazit

Nach diesen ganzen Fakten lässt sich abschließend sagen, dass mit Sketch ein Tool auf den Markt gekommen ist, auf das bestimmt viele sehnsüchtig gewartet haben. Mit Sicherheit werden die ein oder anderen Pros noch ausgebaut und der ein oder andere Makel behoben.

Pros & Cons von Sketch auf einem Blick.

Wir sind gespannt, was sich hinsichtlich der Entwicklung von Screendesign-Tools noch so verändert. Ein abschließend großer Vorteil sind die vergleichsweise geringen Kosten von einmalig 99,- €.

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