SEOkomm 2018 Recap – Highlights & Learnings

Heute fand zum neunten Mal die SEOkomm-Konferenz in Salzburg, Österreich statt. Dieses Mal war das xpose360-Team nicht nur als Teilnehmer dabei, sondern auch als Speaker. Alexander Geißenberger und Lisa Purrucker haben im Rahmen des OMX einen Vortrag zum Thema „SEO feat. Webdesign“ gehalten. Auch auf der SEOkomm ist Alexander spontan für Markus Hövener zum Thema „Neues seit der letzten SEOkomm“ als Speaker eingesprungen.
Die einzigartige Moderation von Tobias Fox hat natürlich auch wieder nicht gefehlt und Marcus Tandler hat auch dieses Jahr die Koferenz eröffent – mit einem Slidestorm von 420 Folien. Die Gastgeber, Uschi und Oliver Hauser, haben auch dieses Jahr geschafft, die crème de la crème der SEO Branche in die geile Location „Brandboxx“ zu bringen .
Im Folgenden fassen wir unsere Take Aways und die Insights der Must-Go-To-SEO-Konferenz zusammen:

 

Keynote: Marcus Tandler – Codename Kona

Keynote: Marcus Tandler – Codename Kona
Keynote: Marcus Tandler – Codename Kona

Marcus hat dieses Jahr 420 Folien in einer Stunde geschafft. Vielleicht schafft er nächstes Jahr, zum 10-jährigen-Jubiläum 1000 Slides. :P
Seine sehr interaktive Keynote war der perfekten Start in den vollen Tag.

In seiner Einleitung hat Marcus erzählt wie die spanische Domain von Ryte von dem Medic Update getroffen wurde und was die Gründe dafür waren: die Keywords, die keine Klickrate hatten, haben deren Rankings verloren und somit ist die Sichtbarkeit auch abgestürzt. Obwohl die Domain an Sichtbarkeit verloren hat, wurden kaum Klicks verloren – nur irrelevante Keywords sind abgestürzt. Nachdem sie die großen Abweichungen zwischen Impressions und Klicks verringert haben (bei den relevanten Keywords), ging die Sichtbarkeit wieder nach oben.

Das nächste große Thema war Voice Search: „Future is voice“. Laut Ray Kurzweil werden die Computer in 2029 die Sprache auf menschilichem Niveau verstehen. Es wird nicht mehr getippt & gelesen, sondern zugehört und verstanden. Der Trend ist hier eine schnelle Antwort zu liefern und keine ewig langen Seiten.

Es wurde auch intensiv über Identitäten geredet: „Es gibt nicht mehr nur URLs, sondern Entitäten.“ Mobile first Indexing wird zu Entity first Indexing (Cindy Krum).
Tipps: Authority in der eigenen Nische etablieren à So gewinnt man Vertrauen. Strukturiere alles! PWAs gehören in die Zukunft.
Marcus hat uns mit seiner wilden Theorie überrascht: Google wird ein strukturiertes Betriebbsystem mithilfe von PWAs.

Google Data Studio Hacks & SEO Dashboards – Bernadette Hohns

Google Data Studio Hacks & SEO Dashboards - Bernadette Hohns
Google Data Studio Hacks & SEO Dashboards – Bernadette Hohns

Bernadette Hohn von LunaPark zeigte in Ihrem Vortrag 10 Hacks, um mit dem Google Data Studio noch besser arbeiten zu können.
Zu beginn erklärte Bernadette, wie die bisherigen Auswertungsmöglichkeiten von Daten aussahen. Eine enorme Datenflut musste zuerst aufgearbeitet werden. Dies nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Schnelle Erkenntnisse waren also nicht zu erwarten.
Das Google Data Studio setzt genau hier an. Es macht das Leben etwas “bunter” und bietet neue Möglichkeiten, wie Daten aus verschiedenen Quellen zu verknüpfen, oder interaktive Buttons für die Anwender zu kreieren.
Die Learnings aus dem Vortrag waren:

  • Welche Daten sind wichtig
  • Wie visualisiere ich diese Daten
  • Verlaufsdiagramme sind sinnvoll
  • Steuerelemente verbauen (Kunde kann mit Report “spielen” und stellt deshalb evtl. andere Fragen als sonst)
  • Sprechende Benennungen

Zum Abschluss hat Bernadette ein SEO Dashboard zur freien Verwendung angeboten.

JavaScript SEO – a guided tour – Martin Splitt

JavaScript SEO - a guided tour - Martin Splitt
JavaScript SEO – a guided tour – Martin Splitt

Der Google Mitarbeiter Martin Splitt ging in seinem Vortrag auf JavaScript in Verbindung mit SEO ein.
Er startete damit, JavaScript im Allgemeinen zu erklären. Hierbei spielt die Server-Client-Verbindung eine wichtige Rolle. Mit JS werden Scripte ausgeführt, welche HTML generieren und somit im Browser Inhalte dargestellt werden können.
Im Bezug auf SEO ist folgendes wichtig: Das Gerüst einer Seite mit JS bleibt immer gleich. Die Inhalte werden jedoch von JavaScript nachgeladen. Dies kann bei Crawlern zu Problemen führen, da sie leere Seiten sehen, die erst im Nachhinein mit Inhalten befüllt werden.

Martin ging ebenfalls auf drei verschiedene Webarchitektruren ein:

  1. Client Side Rendering -> Crawler erkennen im HTML nichts
  2. Server Side Rendering -> für Crawler klassische Website, Vorteile des JS entfallen
  3. Hybrid Rendering -> läuft auf Server und Client -> Alle Vorteile vereint

Als Fazit zieht Martin das Folgende:

JavaScript und SEO sind keine Feinde. Wenn technisch alles einwandfrei gelöst ist, dann hinter JS das Crawling nicht.
Wird JS eingesetzt tauchen meist Probleme im Bezug auf SEO und UI auf.
Dynamisches Rendering ist nur ein Workaround, funktioniert aber.
Urls und Links müssen korrekt verbaut werden, sonst entstehen große SEO-Probleme, da die Crawler nicht korrekt arbeiten können.

 

Data-driven Technical SEO: 20+ Tipps, um das Beste aus Logfiles herauszuholen – Bastian Grimm

Data-driven Technical SEO: 20+ Tipps, um das Beste aus Logfiles herauszuholen - Bastian Grimm
Data-driven Technical SEO: 20+ Tipps, um das Beste aus Logfiles herauszuholen – Bastian Grimm

Bastian Grimm fasste in seinem ersten Vortrag die Anwendungsmöglichkeiten von Logfile Analysen zusammen. Dabei ging er unter Anderem auf verschiedene Tools zur Logfile Analyse ein.
Ein jeder SEO sollte die Server-Logs analysieren, da diese sehr genaue Daten dazu liefern, wie oft beispielsweise Crawler auf der Website aufschlagen und wie sich diese dabei verhält. So können Crawlingprobleme verhindert, globale Probleme verstanden und korrekte Verlinkungen geschaffen werden.
Bei Logfile Analysen gibt es leider keine One-fits-all-Lösung, deshalb muss im Vorfeld entschieden werden, welche Fragen beantwortet werden sollen. Deshalb ist hier die Vorbereitung alles.
Ein wichtiger Punkt, den Bastian angesprochen hat, ist die Überprüfung, ob der Crawler der ist, für den er sich ausgibt. Dies kann über Reverse DNS Abfragen beleuchtet werden.
Der größte Hebel, welcher durch Logfile Analysen aufgedeckt werden kann, ist das Handling von URL-Parametern.

Zum Ende seines Vortrages, zeigte Bastian einen Workflow, wie diese Log-Daten in einem übersichtlichen Google Data Studio Bericht integriert werden können.

Neues seit der letzten SEOkomm – Alexander Geißenberger

Unser Geschäftsführer hat die Bühne zwei Mal in zwei Tagen gerockt! Nach seinem Vortrag auf der OMX am Vortag, hat er Markus Hövener auf der SEOkomm vertreten und die wichtigsten Änderungen aus dem SEO-Bereich im letzten Jahr zusammengefasst Unter den zahlreichen Tipps und Trends für die Zukunft waren die Folgenden besonders interessanten Fakten dabei:

Featured Snippets: Es gab einige Anpassung in der Darstellung und einen rasanten Anstieg der Anzahl.

Bildersuche: Es gab Mitte des Jahres einen Relaunch der Bildersuche. Man kann nun Bildausschnitte markieren und diese Markierungen lösen eine neue Bildersuche aus.

Google Search Console: Das lang erwartete Update der Google Search Console wurde nun dieses Jahr durchgeführt. Besonders schön ist die Erweiterung der vorgehaltenen Datenbasis auf 16 Monate.

Quality Rater Guidelines: Im Grunde hat sich dadurch der Fokus weiter auf den User verstärkt.

Pagespeed: Dies ist immer noch ein wichtiger Ranking Faktor. Alex empfiehlt uns hierzu die folgende Tools: Lighthouse Plugin von Google, Google Analytics und webpagetest.org.

Semantische Auszeichnungen: Die neuen Schemata für Stellenangebote, FAQs, Q&A sowie How-Tos sind besonders interessant.

Google My Business: Neue umfangreiche Reportings, mittels derer kann bestimmte Attribute vergeben, Möglichkeit Videos und Produkte zu hinterlegen, Möglichkeit bestimmte Unternehmen zu folgen und Updates von diesen zu bekommen.

Weitere Take-Aways: Thin Content und veraltete Inhalte müssen bereinigt werden. Und niemals Inhalte mit Google Translate übersetzen.

Winning the Featured Snippets – Izzy Smith

Der Vortrag von Izzy war einer der wenigen Hands-On-Vorträge. Insbesondere die klare Strukturierung machte es leicht die Arbeitsweise von SIXT nachzuvollziehen und einige Tipps für die eigene Arbeit mitzunehmen. Izzy zeigte die Grundlagen und die Entwicklung der Featured Snippets auf. Sie nannte die Gründe, warum dieses Format selbst sehr erfolgreich ist und wie man selber damit Erfolge erzielen kann.

Die Erfolge von SIXT selbst, liefern auf jeden Fall einen Grund, sich mit dem Thema näher zu befassen. So konnte durch den Einsatz der Featured Snippets ein Zuwachs von 232 % in den Bookings erzielt werden. Auch wurden 40,2 % der Voice Search Kontakte über Featured Snippets ausgelöst. Izzy hat die Entwicklung der Featured Snippets sehr genau verfolgt und hat den Tipp gegeben, dass man am besten zuerst dort die eigenen Versuche absolviert, wo die Featured Snippets von Google getestet werden: In den USA. Aber natürlich sind Featured Snippets auch etwas für national agierende Unternehmen.

Der beste Tip war aber folgender: Die große Frage ist es immer zu welchen Themen ein Featured Snippet erzeugt werden soll, wenn bisher noch keins existiert. Die besten Chancen existieren bei Suchtermen, die verschiedene Suchintensionen gleichzeitig bedienen.

Wie wirst du als kleines, mittleres oder Startup Unternehmen im Web auffindbarer? – Mario Fischer

Es ließe sich wohl kaum jemand besseres finden, über solch ein Thema zu referieren. Mit Witz, Charme und fundierten Fakten lassen sich vor allem Neulinge gut für diese Themen begeistern.

Mario Fischer wies direkt zu Anfang darauf hin, dass der Titel die Beantwortung nicht einfach macht. Die drei unterschiedlichen Unternehmensformen benötigen schließlich unterschiedliche Strategien. aber nichts desto trotz hatte er einige Ratschläge auf Lager, die jeder generell bei seiner Arbeit im Onlinemarketing berücksichtigen sollte.

Zunächst muss es klar sein, wo das eigene Jagdrevier ist. Zielgruppendefinition, Marketingkanäle und der Fokus auf Push- oder Pull-Marketing müssen geklärt werden. Danach kümmert man sich um das Produkt bzw. die Dienstleistung selbst. Was ist der zu deckende Bedarf, also die Anforderung an mein Produkt? Welchen „echten“ USP habe ich? Es reicht nicht mit Standardsprüchen à la „Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt“ daherzukommen. Je einfacher und kürzer der USP erklärbar ist, desto besser.

Tipp: Das eigene Geschäftsmodel und der USP sollten auf die Rückseite der Visitenkarte passen. Ein Glück, wenn DIN A6 Visitenkarten im Einsatz sind ;).

Der nächste wichtige Punkt war die Messbarkeit. erfolg lässt sich messen, wenn die KPI richtig definiert sind. Es gibt nicht die „richtigen“ KPI für alle. Diese sind immer unternehmensspezifisch und zielbezogen. Sollte man nicht der Entscheider sein, hilft es wenn man Aufwandseinschätzungen erstellt, damit sich die Auswirkungen einer Maßnahme auch aus Unternehmersicht einschätzen lassen.

Zuletzt gab Mario uns noch eine „Hausaufgabe“ an die Hand, damit es auch konkrete To-Dos aus dem Vortrag gab. Mittels CTR-Optimierung, Contentbereinigung, Anpassung der internen verlinkung und Contenterweiterung kann man sehr gut Seite-2-Rankings nach vorne pushen.

SEO is not dead! Die Wahrheit über Nutzerbedürfnisse, Keyword Klassifikation, Rankingfaktoren und Googles RankBrain – Kai Spriestersbach

Kais Vorträge lassen sich kaum in Worte fassen. Mit seiner ruhigen Art und seinen fantastischen Beispielen schafft er ein einmaliges Erlebnis und immer wieder auf’s Neue zu begeistern. Hier die wichtigsten Thesen und Learnings:

  • RankBrain existiert noch und die Komplexität ist gestiegen
  • Mit data-Driven-SEO kann man bei großen Datenmengen Muster erkennen
  • Rankings sind immer Kontext-abhängig
  • Technische SEO-Optimierung ist grundsätzlich notwendig, reicht aber nicht für gute Rankings aus.
  • Seo ist nicht tot aber sehr komplex:
    • Denkt an den Nutzer
    • Verdient euch eure Rankings
    • Messen und verbessern
    • Ein hohes Suchvolumen garantiert kein hohes Trafficpotential
    • Gute Rankings garantieren keinen SEO-Traffic
    • Viel Traffic garantiert noch keine Konversionen

Nutzerzentrierte Ladezeitoptimierung – Fabian Pillmaier

Pagesspeed-Optimierung hat man schon oft gehört. Dass man dies aber nicht aus der technischen Sicht raus bis ins kleinste Detail betreiben muss, sondern sich auf den Nutzer einlassen sollte, hat man bisher selten gehört. Dieser Ansatz hat aber einen entscheidenden Vorteil: Der Fokus liegt auf den technischen Maßnahmen welche auch aus Sicht von Google einen hohen Stellenwert haben. Zud

Zunächst erläuterte Fabian anhand altbekannter Studien, warum die Ladezeit aus Nutzersicht einen hohen Stellenwert hat. Klar ist, dass die Absprungrate sehr schnell nach oben steigt, wenn der Nutzer warten muss. zwar lassen kleine Wartesymbole die Toleranz etwas nach oben steigen, aber dennoch ist der Nutzer schneller weg als einem lieb ist. Zudem verstärkt der Wechsel zwischen verschiedenen Geräten das Problem der Ungeduld noch weiter. Dies geht aus einer Studie von Microsoft hervor.

Anschließend erklärte Fabian warum die Anforderungen an Mobile so stark sind, bzw. mobile generell sehr viel langsamer ist:

  • Die RoundTripTime ist meist stärker als angenommen
  • Die Leistungen der CPU von Smartphones sind noch weit unter dem wert von Desktops (Stromverbrauch und Kühlung sind Schuld)
  • Der RAM ist noch zu klein, trotz vieler Prozesse

Welche Messpunkte sollten bei der Pagespeed-Optimierung betrachtet werden? Folgende Zeiten sollten besondere Berücksichtigung erfahren:

  • First Paint
  • First Contentfull Paint
  • First Meaningfull Paint (Hier auf die HERO-Elemente achten)
  • Time To Interactive
  • Firts Input Delay

Wer mehr dazu erfahren möchte, dem sei der passende Artikel zu Nutzerzentrierter Ladezeitoptimierung bei Google ans Herz gelegt.

7 funktionierende Hebel für deine Online Marketing Strategie- Julian Dziki

In Julians Vortrag bekam man wertvolle Hinweise, welche wirkungsvollen Methoden existieren um das Onlinemarketing stark nach vorne zu bringen. Ganz klar ist nicht jede Methode vollumfänglich für jedes Unternehmen und alle Inhalte sinnvoll. aber im Grunde konnte jeder etwas für sich mitnehmen. Zudem nannte Julian bei den einzelnen Methoden die ungefähre Dauer, bis die Maßnahme einen gewünschten Effekt erzielt. Nachfolgend die 7 Tipps und die Zeit bis zur Wirkung:

  • Dezimiere deinen Content. Vor allem vermeide Keywordkanibalisierung. Es sollte nur ein Ranking in den SERP vorhanden sein. (Wirkungszeit: 1-3 Monate)
  • Snippet-Optimierung. Der Impact des Userverhaltens ist sehr hoch. (Wirkungszeit: 3 Tage – 3 Monate)
  • Erstellt ein Unternehmensmagazin. (Wirkungszeit: 12 – 24 Monate)
  • Check-Out-Optimierung. Die Erhöhung der Conversionrate um 0,1 % Kann eine Umsatzsteigerung von bis zu 10 % ausmachen. (Wirkungszeit: sofort)
  • Videomarketing. Outreach und Branding können sehr stark gefördert werden. Mit Emotionalität lassen sich die Effekte noch weiter stärken. (Wirkungszeit: Mehrere Monate)
  • Schaffe vertrauen durch USPs: Was unterscheidet deinen Shop von den anderen? Kommuniziert eure USPs offen auf der Website. (Wirkungszeit: sofort)
  • Nutze WhatsApp: WhatsApp-Service oder -Newsletter. WhatsApp hat eine höhere Öffnungsrate als ein E-Mail-Newsletter. Man darf hier aber auch keinen Missbrauch durchführen. (Wirkungszeit: Mehrere Monate)

 

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