Recap Online Marketing Tag 2018 in Wiesbaden

Veranstalter Mario Jung

Am 1. September fand im Pentahotel in Wiesbaden die vierte Auflage des Online-Marketing-Tags statt.

Gespannt auf die Vorträge reisten wir bereits am Vortag an. Doch nicht nur als Gäste waren wir vor Ort – unsere Kerstin hatte einen eigenen Vortrag im Gepäck. Doch dazu später mehr.

Ein hochkarätiges Programm erwartete uns, das durch die Rahmengestaltung perfekt abgerundet war. Super Catering, tolle Gastgeschenke und eine perfekte Location zum Networken. Vielen Dank an Mario und sein Team für diese gelungene Konferenz.

Stephan Czysch: SEO mit kostenlosen Tools

Stephan Czysch
Stephan Czysch

Jeder erreicht einmal den Punkt, an dem gerechnet wird, ob man selbst noch wirtschaftlich haushaltet.

Egal, ob Inhouse- oder Agenturmitarbeiter, die Buchhaltung sitzt einem im Nacken. Im Vortrag von Stephan Czysch konnte jeder etwas mitnehmen. Nach der Begrüßung war dies ein gelungener Einstieg in den spannenden Tag.

Viele altbekannte Tools, die entweder neu bewertet werden müssen oder in Vergessenheit geraten sind, wurden hier beispielhaft vorgestellt. Aber auch Neues blieb nicht aus. Und wer sich fragt, wie der Namen des Speakers ausgesprochen wird, sollte sich einfach das Geräusch beim Öffnen von kaltem Bier vorstellen ;)

Nachfolgend die Übersicht der genannten Tools, sortiert nach Anwendungsfällen:

Keywordrecherche

  • Google My Business
  • Ubersuggest
  • Answerthepuplic
  • Keywordseverywhere

Onpage

  • Wortliga Textanalyse
  • Sistrix SERP Snippet Generator
  • Sistrix Smart
  • beamusup.com
  • Xenu
  • Screaming Frog
  • Google Markup Helper
  • Google Structured Data Testing Tool
  • Google Mobilefriendly Tester

Monitoring

  • SEOdiver
  • Similarweb
  • SEMrush Sensor
  • TrustAgents Onpage Monitoring

Webmastertools

  • Google Search Console
  • Search Analytics for Sheets
  • Bing Webmastertools

Offpage

  • Google Suche
  • Google Alerts
  • Simple SERP Scraper
  • SEOkicks

Pagespeed

  • Google Lighthouse
  • GT-Metrics
  • Tiny PNG

 

Thomas Hutter: Facebook Dynamic Ads – vollautomatisch geräte- und kanalübergreifend skalieren

Thomas Hutter
Thomas Hutter

Der bekannte Facebook-Spezialist aus der Schweiz startete den Tag in Raum 2 mit seinem Vortrag zum Thema „Facebook Dynamic Ads“. Um jedem Level der Zuhörer gerecht zu werden, wurde kurz auf die allgemeine Funktionsweise der dynamischen Anzeigen innerhalb Facebooks eingegangen. Anschließend konnten wir ein paar interessante Tipps mitnehmen, die wir sicher gleich ausprobieren werden.

So sollte man mit einem vorhandenen Produktdatenfeed nicht nur Retargeting betreiben und User ansprechen, die die Produkte bereits kennen, sondern auch die sog. „Broad-Audiences“. Diese Usergruppe ähnelt den Lookalikes. In diesen Listen befinden sich Nutzer, an deren Kaufverhalten Facebook erkennt, dass diese unsere Produkte im Feed sehr wahrscheinlich interessant finden werden

Thomas empfiehlt außerdem, abseits vom klassischen Retargeting, den Website-Besuchern absichtlich andere, z. B. teurere oder Zusatzprodukte anzuzeigen, um so für Upselling zu sorgen. Eine weitere spannende Idee war es, den Produktkatalog zu „missbrauchen“, indem statt klassischen Produkten z. B. Jobangebote beworben werden. Facebook lässt dies aktuell ohne Ablehnungen zu.

Jens Fauldrath: SEO Misconceptions

Jens Fauldrath
Jens Fauldrath

In der SEO-Welt als Urgestein bekannt, für seine impulsive Vortragsweise geliebt und nie ein Blatt vor dem Mund… Nicht nur das trifft auf Jens Fauldrath zu, hebt sich aber besonders hervor.

Jeder macht einmal Fehler. Natürlich auch in seiner alltäglichen Arbeit. Was aber, wenn diese Arbeit von Grund auf falsch konzipiert ist? Zu knappe Zeitpläne, zu wenig Budget oder eine zu komplizierte Herangehensweise stehen täglich auf dem Programm. Wenn dann noch eine falsche Priorisierung und mangelndes Organisationstalent hinzukommen, ist das Scheitern praktisch vorprogrammiert.

Diese Tipps hat Jens Fauldraht für uns im Gepäck:

First Things first – Die Basics müssen stimmen

Am Anfang steht die Analyse der Historie. Oft wurden vor langer Zeit andere Domains betrieben, Testsysteme nicht vor Bot-Zugriffen gesichert oder gar Servereinstellungen zu Sicherheitsaspekten vergessen. Auch wichtig für eine saubere Außendarstellung: Kontrolliert eure Templates auf Konsistenz. Innerhalb der technischen Basis sollten sämtliche Themen rund um das Thema URLs sauber gehalten werden.  Zuletzt gehört noch die Snippet-Optimierung zu den Grundlagen. Kontrolliert diese und stellt euch die Frage: Ist das peinlich, was ich hier lese?

Traffic vs. Conversion – Was bringt mich weiter?

Sichtbarkeit ist ja ganz schön. Bringt aber nichts, wenn zu den Dienstleistungen und Produkten, die das Kerngeschäft abbilden, keine Rankings vorliegen. Zudem müssen die Probleme der User gelöst und Bedürfnisse befriedigt werden. Aldi ist schließlich nicht erfolgreich, weil sie Rezepte zu Stockbrot auf ihrer Seite anbieten ;)

Wichtig ist, dass die Informationen auf der Webseite nützlich sind und einen anwendbaren Mehrwert für den Suchenden bilden. Nur so haben Website-Betreiber eine gute Chance auf Top-Rankings und tragen zur Zielerreichung bei.

Pro-Tipp: Brand-Defend: Nur weil man eine große Marke ist, bedeutet das nicht automatisch, für Brandanfragen zu ranken. Wird dieser Faktor nicht auf seinen Seiten abgebildet, kommt jemand anderes daher und übernimmt das dankenswert für einen. Beispiel gefällig? Einfach „laminiergerät aldi“ in den Suchschlitz bei Google eingeben.

SEO-Kosten vs. Gesamtkosten – Die Balance halten

Das große Problem am Kanal SEO ist, dass hier größtenteils Fixkosten entstehen. Dabei sind Agentur und Personalkosten noch der kleinste Anteil. Die Kosten für die IT, Content-Produktion oder gar Linzenzkosten überragen dies um ein Vielfaches. Wie können die Kosten also gering gehalten werden? Zum Einen sollte SEO in bestehende Prozesse integriert werden und nicht immer on-demand nebenher laufen. Zudem sollte geklärt werden, wer welche Fähigkeiten hat und diese auch umsetzen darf.

Projekt vs. Prozess – Agilität ist gefragt

Ein Audit bietet eine gesunde Grundlage, sollte aber ganz am Anfang der SEO-Integration stehen. Danach muss ständiges Monitoring gegeben sein, um SEO an den ständig wechselnden Anforderungen seitens der Webseiten, Stakeholdern und Nutzerbedürfnissen anzupassen.

Tooltipp: Screaming Frog und R: Damit können regelmäßig Crawls verglichen, Fortschritte (oder vergessenen Punkte) schnell erkannt und Maßnahmen abgeleitet werden.

Backend vs. Frontend – Was kann das CMS?

Hier noch ein paar Anregungen: Können alle notwendigen Auszeichnungen auf Metaebene durch einen redakteur, oder SEO angepasst werden? Und gibt es eine SERP-Snippet-Vorschau? Wenn Ihr diese Fragen nicht mit „Ja“ beantworten könnt, gibt es noch einiges zu tun.

Wer die Folien haben möchte kann sich per Mail an Michael Ludermann wenden.

Kerstin Neissl: Amazon Marketing Services (AMS) – So nutzt du die Marke

Kerstin Neissl
Kerstin Neissl

Dieser Vortrag war ein kleines Highlight, da ihn unsere Kollegin aus der PPC-Abteilung, Kerstin Neissl, gehalten hat. In spannenden Slides hatte sie für alle Wissensstufen etwas Neues dabei.

Zu Beginn zeigte sie uns die Unterschiede zwischen den Amazon-Seller und Amazon-Vendoren-Programmen auf und führte uns dann durch die drei verschiedenen Anzeigenarten, die über Amazon Marketing Services eingesetzt werden können: Headline Search Ads, Product Display Ads und Sponsored Products. Interessant war auch zu sehen, wie sich das Amazon-Werbeprogramm seit 2015 zu einer benutzerfreundlicheren Plattform hin entwickelt hat. In dem Vortrag konnten sich Einsteiger einen guten ersten Überblick verschaffen und Fortgeschrittene sicher noch ein paar hilfreiche Optimierungstipps für die Kampagnen mit nach Hause nehmen.

Die Folien findet ihr hier.

Felix Beilharz: 9 Social Media Strategien, Taktiken und Techniken

Felix Beilharz
Felix Beilharz

Felix Beilharz ist in der Onlinemarketing-Welt kein Unbekannter. Social-Media ist die Profession vom Wahl-Kölner mit den Wurzeln im Badischen. In vielen Vorträgen und Fachlektüren zeigte er bereits, dass es sich lohnt, seine Worte zu berücksichtigen, wenn man selbst das Thema Social-Media-Strategie angeht.

 

 

In seinem Vortrag konnten wir, wie der Titel im Vorfeld versprach, 9 coole Tipps mitnehmen, die wir euch nicht vorenthalten möchten:

  1. User-Generated-Content: Man sollte versuchen, dass die Social-User selbst für die eigene Reichweite sorgen. Das kann z. B. durch attraktive Gewinnspiele oder durch Gutscheine erzeugt werden, die Gäste in einem Restaurant erhalten, wenn sie das Essen unter einem vorgegebenen Hashtag posten.
  2. Egobaiting: Durch selbst erstellte Rankings wie z. B. „Die 100 besten Onlinemarketer“ wird versucht, das Ego der Personen, die es auf die Liste geschafft haben, zu erreichen. Diese werden den Artikel mit Vergnügen selbst verbreiten.
  3. Marketing mit Gruppen: Es lohnt sich, Gruppen, die von Brands oder bestimmten Themen handeln und zum Brand gehören, zu erstellen und darin eine aktive Kommunikation aufrechtzuerhalten. Wichtig: Impressum auch in Gruppen nicht vergessen.
  4. Personification: Diese Strategie ist häufiger bei „langweiligen“ Themen wie Versicherungen oder Anwälten zu entdecken. Dort kommuniziert nicht die Marke mit den Fans, sondern eine Person oder ein Haustier im Namen der Marke.
  5. Regelmäßige Content-Reihen: Follower gewöhnen sich schnell an regelmäßig wiederkehrende Videos zur immer selben Uhrzeit, z. B. „Frage der Woche“.
  6. (Ein bisschen) polarisieren: Das erzeugt Aufmerksamkeit, kann aber auch riskant sein. Wer sich dennoch traut, auch einmal eine andere Meinung kundzutun, als es die Allgemeinheit erwarten würde, wird aber meist belohnt.
  7. Wir-Gefühl schaffen: Diese Posts starten meist mit dem klassischen „Wer kennt es nicht…“ und zielt auf Alltagssituationen ab, mit denen sich die breite Masse identifizieren kann. Folglich werden dort viele Leute verlinkt, die Posts geteilt und kommentiert.
  8. Influencer sinnvoll einsetzen: Influencer, die die beworbenen Produkte offensichtlich und schlecht platziert in die Kamera halten, werden schon längst belächelt. Marken, die jedoch eine richtige Kampagne mit den Influencern starten und ihnen z. B. für einen Tag den eigenen Account überlassen, können durchaus erfolgreich damit sein.
  9. Newsjacking: Oder auf Deutsch: Aktuelle Aufreger oder Ereignisse aufgreifen und sich z. B. darüber lustig machen.

Sven Deutschländer: 11 Google Analytics Berichte, die jeder Online-Marketer richtig spannend findet

Sven Deutschländer
Sven Deutschländer

Tatsächlich ist Google Analytics kaum wegzudenken. Ausgenommen davon sind die speziellen und besonders aufwändig konzipierten Analyse-Softwares wie z. B. Adobe Analytics und Co. Diese sind nicht für das übliche SEO-Budget ausgelegt. Auch Stephan Czysch hob den Mehrwert von Google Analytics in seinem Vortrag hervor.

Sven Deutschländer hat uns in seinem Vortag insbesondere solche Berichte in Google Analytics gezeigt, die oftmals zu wenig Beachtung finden.

Unter anderem nannte er den Bericht „Geografie“, der zwar betrachtet, aber zu wenig hinterfragt wird. Als Beispiel nannte er einen Kunden, der Rabattgutscheine in Deutschland vertreibt. In Google Analytics war zu sehen, dass etliche Webseitenbesucher aus den USA stammen. Tatsächlich stellte sich heraus, dass es sich um ausgewanderte Deutsche handelt, die Verwandten in Deutschland Blumen schicken möchten und deshalb auf deutschen Seiten Rabattgutscheine für Blumen gesucht haben. Aus diesem Insight konnte das Unternehmen eine separate Kategorie aufbauen und ihr Geschäft vergrößern.

Ein anderer Tipp von Sven war es, den Multi-Channel-Trichter und die vorbereitenden Conversions zu betrachten, um eine ganzheitlichere Auswertung der einzelnen Kanäle und Marketingmaßnahmen zu bekommen.

Aber am schönsten war auf jeden Fall seine Hommage an „Jurrasic Park“.

Bastian Grimm: Ok Google, what’s next? The 2018 Edition!

Bastian Grimm
Bastian Grimm

Der letzte Vortrag im Panel 1 vor der Mittagspause.

Bastian Grimm, sonst für seine sehr Technik-lastigen Themen bekannt, beschäftigte sich diesmal mit einem Zukunftsthema. Aber wer ihn kennt weiß, dass er auch hier vor allem Technisches SEO betrachtet. So sah sein Ausblick ins Jahr 2019 aus:

Zunächst gab es einen Überblick, wie sich die SERPs im letzten Jahr entwickelt haben. Ganz klar ist hier zu erkennen, dass Google nicht nur Traffic verteilen will, sondern selber als Ziel gelten möchte. Immer schon versteht sich Google als „Findmaschine“ Dementsprechend wird immer mehr Informational-Content in den eigenen Reihen abgebildet. Dies geschieht in verschiedenen Formaten, wie dem Knowledge-Graph oder den Featured-Snippets. Dementsprechend lohnt es sich, insbesondere auf Featured-Snippets zu optimieren.

Weiter betrachtete er den Umstand, dass sich mobile immer weiter auf dem Vormarsch befindet. Dies führte er aber recht schnell weiter auf die digitalen Assistenten. Insbesondere jene, die nur noch in den seltensten Fällen mit einem Bildschirm einher kommen. Diese können nur noch Antworten liefern, sofern Daten semantisch zugeordnet werden können. Deshalb sollte man tunlichst darauf achten, neben semantischen Auszeichnungen auch weitere Meta-Formate zu nutzen.

Das nächste Thema war der Google-Assistant. Selbst zum Ausmachen eines Friseurtermins muss der Telefonhörer nicht in die Hand genommen werden. Die Terminvereinbarung übernimmt Google – warum sollten also noch Alternativen genutzt werden?

Aber den Bildschirm sollte man doch noch nicht abschreiben. Schließlich besteht die Möglichkeit, auf dem einen Gerät etwas zu suchen und auf einem anderen Gerät tiefergehende Informationen oder Videos zum gleichen Thema zu suchen.

Folgende 5 Tipps gab er am Schluß noch mit auf den Weg:

  1. Bewährte Techniken und Seitenelemente nutzen!
  2. Seid hilfreich!
  3. Seid schnell!
  4. Liefert den richtigen Content!
  5. Seid effizient!

Der komplette Vortrag von Bastian ist unter https://www.slideshare.net/bastiangrimm/ok-google-whats-next-omt-wiesbaden-2018 einzusehen.

Neele Hehemann: „Was soll ich nur posten?“ – Selbsthilfe bei leerem Kopf

Nele Hehemann
Nele Hehemann

In Neeles Vortag haben wir spannende Tipps und Techniken erfahren, um Inhalte für Posts auf Social-Media zu generieren. Ein erfolgreicher Beitrag besteht im Grunde aus den folgenden Elementen: Marketing-Ziel, Funktion, Anreiz, Format (Bild, Video etc.). Von welchem Element aus man beginnt, hat großen Einfluss auf den fertigen Post. Häufig ist der Start aber mit dem Format, das vom Kunden zur Verfügung gestellt wird. Es ist sinnvoll, Beiträge zu kategorisieren, um mehr Abwechslung in den Posts zu erzeugen. Wenn es schnell gehen soll und keine lange Planungszeit besteht, empfiehlt Neele, ganz einfach Fragen an die Community zu stellen bzw. diese zu beantworten. Das fördert die Interaktion und benötigt wenig Aufwand.

Thomas Mindnich, Jens Fauldrath, Mario Jung: SEO Q&A mit Live-Siteclinic

Diese Session wurde nicht aufgenommen und es wird auch nichts verraten, was hier passiert ist. Aber sicher ist, dass die Seiten nicht verschont wurden, Jens und Thomas sich beide köstlich aufgeregt haben und trotz extrem hohem Unterhaltungsfaktor auch viel Wissenswertes dabei war. Das muss man einfach einmal live miterlebt haben. Und jetzt wissen wir, dass Thomas den Begriff Blackhat schon in frühen SEO-Jahren geprägt hat ;)

Philip Voß: Kunden führen und gewinnen: Content entlang der Customer Journey

Phillip Voß
Phillip Voß

Phillip hat an konkreten Beispielen gezeigt, wie der Kunde mit hochwertigem Content dorthin geführt werden kann, wo ihn der Website-Betreiber möchte: zur Conversion.

 

 

 

Content ist ein einseitiges Sprachrohr zum Kunden. Entlang der Customer-Journey sollte der Content je nach Phase angepasst werden. Philip hat den Prozess in 5 Schritte unterteilt:

  1. Trigger -> Aufmerksamkeits- & Inspirationsphase
  2. User beginnt zu suchen -> Information und Recherchephase
  3. User nutzt Kaufberater & Ratgeberseiten -> Vergleichs- & Entscheidungsphase
  4. Kauf -> Konversion/Kauf
  5. Newsletter -> Promotion & Bindungsphase

Björn Tantau: In 7  Schritten zu mehr Leads und Sales mit WhatsApp und Facebook Messenger

Björn Tantau
Björn Tantau

Studien zeigen, dass mittlerweile mehr User Messaging-Apps als Social-Media-Apps nutzen. Björn hat in seinem Vortag gezeigt, wie es durch gezieltes Messenger-Marketing möglich ist, aus der Masse an Ansprachemöglichkeiten herauszustechen und die Aufmerksamkeit des Users zu gewinnen.

Die großen Vorteile beim Messanger-Marketing im Vergleich zu traditionellem E-Mail-Marketing bestehen aus: kein Spam-Filter, hohe Öffnungsraten und kein Medienbruch (alles läuft in einem Ökosystem).

Um erfolgreiches Messenger Marketing durchzuführen, nennt Björn folgende Tipps:

  • Abläufe effizient gestalten
  • Kundenservice verbessern (kurze Antwortzeiten)
  • Branding verbessern
  • Kundenbindung stärken
  • KPI monitoren & anpassen
  • Wachstum optimieren

Olaf Kopp: Entwicklung eines SEO-Strategie-Konzepts

Olaf Kopp
Olaf Kopp

An erster Stelle steht die Relevanz, zusammen mit der Suchintension und dem Trust. Erst danach entscheiden die Technik und weitere Faktoren, auf welcher Position man steht. Dementsprechend sollte man seine Strategie und die zugehörigen Arbeitsschritte aufstellen.

 

 

Die folgenden 4 Schritte sind nach Olafs Strategie zu befolgen:

  • Themenrecherche: Dabei helfen zum Beispiel Fragen, die Kunden an den Support gestellt haben
  • Keywordanalyse: Hier sollten die Keywords nach verschiedenen Metriken geclustert werden. Insbesondere ist auf die Suchintension zu achten. Ist das Keyword transaktional, informational, eine Brandanfrage oder zur Navigation bestimmt?
  • Themenkomplexe bilden: Hier hilft es, nach den weiteren Metriken abzustufen und zu entscheiden, wie die Komplexe aufgebaut werden, um relevante Themen zuerst zu bearbeiten und eine doppelte Bearbeitung zu vermeiden.
  • Strategie-Plan: Die Abbildung des ganzen auf der Webseite planen. Manche Komplexe müssen neu erstellt werden, andere sind bereits (rudimentär) vorhanden.

Mit diesen Schritten ist natürlich nicht die ganze Arbeit getan. Eine regelmäßige Kontrolle, ob die Suchintension der Keywords noch stimmt, sollte ebenfalls zum Plan gehören.

Nico Zorn: Digital Loyalty: Warum gewinnst Du eigentlich noch Neukunden?

Diesen Vortrag konnten wir leider aufgrund des Zuges, der erreicht werden musste, nur zur Hälfte ansehen. Aber dafür wurden alle Vorträge zum Glück aufgezeichnet und wir können ihn im Nachgang zu Ende sehen.

Nico Zorn ging darauf ein, dass die meisten Unternehmen sehr viel Geld in die Neukundengewinnung stecken, sich für die Kundenbindung jedoch kaum coole Strategien ausdenken. Dabei wäre es 7-Mal günstiger, einen Kunden zu halten, als einen neuen Kunden zu akquirieren. Die Crux auf Facebook ist es, dass die Marken früher sehr viel Geld für Anzeigen gezahlt haben, mit denen Sie ihre Fans gewinnen. Durch die immer zielgruppengerechtere Aussteuerung des News-Feeds bekommen diese Kunden die Posts der Marken allerdings gar nicht mehr zu Gesicht. Also müssen die Marken nun wieder Geld für gesponserte Posts ausgeben, um ihre Fans, die sie damals schon mit Geld gewonnen haben, mit ihren Beiträgen zu erreichen. Da liegt es eigentlich nahe, dass es auf lange Sicht besser wäre, die Daten der Kunden direkt ohne Umwege über Facebook und Co. auf der eigenen Website zu sammeln.

Lars Budde: Facebook-Advertisind: 45 Tipps in 45 Minuten

Lars Budde
Lars Budde

In seinem Vortag gab Lars 45 Tipps, die den Arbeitsalltag erleichtern und Zeit sparen. Unter den genannten Tipps waren die folgenden besonders interessant:

  • Attributionsfenster je nach Branche und Kunde anpassen
  • Grobe Einschränkungen funktionieren prinzipiell besser: Je mehr Freiheit Facebook hat, umso schneller kann es lernen und die Anzeigenauslieferung optimieren
  • Katalogfunktion auch für Newsportale und Jobbörsen nutzen
  • Mit dem eingestellten Kampagnenbudget sollten mindestens 25 Events (Conversions) pro Woche möglich sein
  • Zur schnelleren Kampagnenerstellung und -bearbeitung die „Suchen & Ersetzen“-Funktion und Post-IDs nutzen

Website-Clinic und Keynote

Karl Kratz
Karl Kratz

Im Anschluss an die Vorträge wurde in der „Website-Clinic“ der Shop Wohnklamotte live von Experten auf die Disziplinen Onpage-SEO, Affiliate-Marketing, Content-Marketing, Google Adwords, Conversion-Optimierung, Online-Marketing-Recht und Technik analysiert.

Einen krönenden Abschluss des Konferenztages machte Karl Kratz mit seinem Vortrag „Die Kunst digitaler…Berührung“. Wirklich ein toller Vortrag, der jeden Marketer zum Nachdenken anregen sollte.

Man kann den Vortrag kaum in eigene Worte fassen – von daher hier die Kernaussagen:

Keine Resonanz => Keine Emotion => Keine Konversion !

Nichts tötet eine starke Marke (auf einen Schlag)!

Der Kunde muss folgendes sagen können: „Das bin ja ich“ und „Das will ich auch“!

 

Im Anschluss ging es zum entspannten Teil mit Abendessen und After-Show Party über. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Mario und seinem Team für eine sehr gelungene Konferenz und die tolle Organisation bedanken.

Sehr gerne sind wir auch im nächsten Jahr zum 5. Mal beim OMT 2019 am 09.09. in Wiesbaden mit dabei.

Weitere Recaps zum OMT 2018 findet Ihr hier:

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