Recap Kicker Convention 2019

Am 07. November fand zum ersten Mal die Kicker Convention in der Messe Nürnberg statt mit der eine neue Business-Plattform im Sport entstanden ist. Den Veranstalter, das bekannte Fußballmagazin „Kicker“, verrät in dem Fall bereits der Name.

Thema war aber nicht Fußball – man könnte auch diskutieren ob es überhaupt um Sport ging… Im Fokus stand das Thema eSports!

Ein spannendes Thema für das digitale Marketing, denn – eSports ist per se digital. Eine der wenigen Branchen, die sich mit dem Thema Digitalisierung erst gar nicht auseinandersetzen muss.

Mit der Wahl der Speaker ist es gelungen die neue Welt des eSports aus verschiedensten Blickwinkeln zu erfassen… Professoren die sich mit der Entwicklung beschäftigen, Agenturen die bereits Brands platzieren, große Sportvereine wie der VFL Wolfsburg, Twitch als Streaming-Plattform für Gaming und eSports, das erfolgreichste deutsche „e-Sports-Team“ Mousesports uvm.

Quelle: Christian Horn / „NürnbergMesse“

Als Rahmenprogramm standen in den Networkingpausen spannende und live kommentierte Fifa20 Derbies zwischen den eSports Teams des 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth an.

Quelle: Christian Horn / „NürnbergMesse“

Geschlossen wurde das Event mit einer spannenden Diskussion ob eSport der neue Breitensport in unserer Gesellschaft werden kann in dem sogar Michael Schirp vom deutschen olympischen Sportbund e. V. eröffnet hat, dass auch dort das Thema bereits eine wachsende Rolle spielt.

Quelle: Christian Horn / „NürnbergMesse“

Der eSports Markt

Durch die zunehmende Medialisierung und auch steigende Akzeptanz in der Gesellschaft haben selbstverständlich auch immer mehr Unternehmen und Brands das Thema auf dem Zettel. „Man ist jetzt noch sehr früh dran, wenn natürlich kein First-Mover mehr“ so Prof. Dr. Matthias Fifka von der FAU Erlangen-Nürnberg.

eSport ist auch ein ganz klarer Wachstumsmarkt. 2019 generierte der Markt in Europa einen Umsatz von 300 Mio EUR. Prognostiziert werden bis 2023 für Europa bereits 670 Mio EUR – davon für Deutschland immerhin 180 Mio EUR. Nach Segmenten unterteilt kommen 45 % des Umsatzes aus Sponsoring und Werbung. Interessant ist auch die Tatsache, dass in Deutschland bereits 9 Mio Menschen wöchentlich eSports verfolgen.

Um den Markt noch anschaulicher zu machen hilft ein Blick auf das eSports Ökosystem.

Klar sein muss, dass es beim Thema eSports nicht nur um Sportsimulationen wie Fifa20 und NBA2K19 geht, sondern auch um Egoshooter oder kriegerische Spiele wie Counter Strike und League of Legends. In Deutschland (und Europa) ist aber die Fußballsimulation mit bereits eigener offizieller DFL Bundesliga weit vorne und beweist bereits ein hohes Maß an klaren Strukturen, welche Andreas Heyden von der DFL Digital Sports GmbH eindrucksvoll präsentiert hat. Auf der anderen Seite hinkt Deutschland wegen der sehr hohen gesellschaftlich konservativen Betrachtung in den anderen „Sportarten“ hinterher.

Eine Chance durch Mut und mit richtigen Kampagnen First-Mover zu sein. Ein Case dafür bietet Vodafone mit „Sprichst du eSports“ und dem Sponsoring eines erfolgreichen deutschen Counterstrike-Teams.

Quelle: Facebook Vodafone Page

Weiterhin muss man unterscheiden zwischen dem Gamer und dem eSport-Fan bzw. Gaming-Branche und eSports Markt – dies auch nochmal als Hinweis zu oben genannten Umsatzzahlen; die beim Gaming nochmal andere Dimensionen erreichen. Natürlich gibt es eine hohe Schnittmenge der Community. Grundsätzlich lassen sich die Verbraucher wie folgt definieren/unterscheiden:

Gamer: spielt selber gerne Videospiele, passives Zusehen nicht wichtig, hohe männliche Rate, überwiegend junge Zielgruppe (16 – 29)

E-Sports-Fan: hoher Anteil sehr aktiver Spieler, hoher Anteil passives Zusehen, hohe männliche Rate, sehr hohes Bildungsniveau, überwiegend junge Zielgruppe (16 -29)

Werbung und Sponsorships werden von der jungen Esports Community aktuell als sehr positiv wahrgenommen und akzeptiert. In Deutschland nehmen sogar 54 % der Fans die Brands und ihre Werbung positiv wahr (38 % neutral / 8 % negativ). Hier haben wir einen großen Unterschied zu Platzierungen in traditionellen Sportarten. Weitere interessante Zahlen aus der „eSports-Marktforschung“ präsentierte an dieser Stelle Michael Heina von der Nielsen Sports Deutschland GmbH.

Quelle: „Moritz Bayer / Verlag Nürnberger Presse“

Kein Wunder also, dass immer mehr non-endemische Brands wie Jack&Jones, VISA, Dr. Oetker, Nike, Shell, R+V uvm in den eSport einsteigen.

Abschließend nun ein Fazit aus Advertiser-Sicht:

Wir haben einen extremen transnationalen Wachstumsmarkt mit bereits hohen Umsätzen, einer sehr großen jungen Community und steigender Etablierung im Mainstream. Gegenüber traditionellen Sportarten fehlt jedoch noch eine klare Strukturierung. Dennoch bilden immer mehr große Vereine wie der FC Augsburg, Schalke04 etc. eigene Abteilungen sowie Teams und erreichen somit neue Werbepartner und erschließen weitere Mitglieder/Fans.

Wer seine Marke im eSports platzieren möchte, muss das Ökosystem verstehen und noch viel mehr die Community um die hohe Akzeptanz auch nutzen zu können. Die Möglichkeiten reichen vom Team-Sponsoring, Advertising auf Streaming-Plattformen bis hin zu In-Game-Placements uvm.

Das Influencer Team der xpose360 hilft Ihnen hier gerne weiter.

Quelle: „Moritz Bayer / Verlag Nürnberger Presse“

 

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