Recap: „Content Master Minds“ und „Content World“ 2017 in Hamburg

3 Tage Hamburg – Geballtes Content Marketing Wissen

Vom 23. bis 25. Oktober konnten wir nicht nur die schöne Stadt Hamburg erleben, sondern auch inspirierende Insights und Learnings mitnehmen. Diese wurden uns im Rahmen des „Content Master Minds“ Themenabend und der „Content World“ geboten. Im folgenden Recap bieten wir euch einen kleinen Einblick in die behandelten Content Marketing Themen.

Recap zum BVDW „Content Master Minds“ Themenabend am 23. Oktober in Hamburg

Am 23. Oktober 2017 fand der Themenabend „Content Master Minds“ statt. Die einladende und besonders stilvolle Location „Business Club Hamburg – Villa im Heine-Park“ ermöglichte den zahlreichen Teilnehmern und Content Marketing Experten ein angenehmes Beisammensein.

Neben interessanten Vorträgen zur Erstellung relevanter Werbebotschaften und Kampagnen mit aufmerksamkeitsstarken Inhalten fand auch ein dynamischer Elevator Pitch statt zu Themen wie: Qualitätsmerkmale guten Content Marketings, KPIs zur Erfolgsmessung, die richtige Herangehensweise und die Zukunft von Content Marketing. Abschließend fanden Diskussionsrunden zu bisher ungenutzten KPIs und zur Verwendung von künstlicher Intelligenz im Content Marketing statt.

Learnings:

  • Content Marketing nicht einmalig sondern langfristig betreiben
  • Ziele vor dem Kampagnenstart definieren
  • Content Marketing aus Kundensicht angehen
  • Leser integrieren und aktiv werden lassen
  • Qualität sichern und Fakenews oder Drittanbieter zum Texten vermeiden
  • In Storytelling denken um Aufmerksamkeit und Engagement zu fördern

 

Recap zur Content World am 24. und 25. Oktober in Hamburg

An den beiden darauffolgenden Tagen fand die Content World im Herzen von Hamburg statt. Den spannenden und inspirierenden Vorträgen der namhaften Speaker lauschten zahlreiche Teilnehmer in den Räumen des „Sofitel Hamburg Alter Wall“.

 

Engage, Inspire, Empower: Content Lessons from Sony’s Alpha Universe

Sony entwickelte eine “Engaging Platform“, die reine Kunden und Fotografen zu Content Creators für Sony werden lässt. So werden den Lesern und potentiellen Käufern authentische Beiträge und Feedbacks von echten Usern bereitgestellt. Unter dem Hashtag #alphacollective kann ebenfalls zahlreicher Content entdeckt werden, der weitaus vertrauenswürdiger und aussagekräftiger ist, als offensichtliche Werbung!

Learnings:

  • Schreibt aus der Sicht eurer Zielgruppe und bietet ihr dadurch nützlichen Mehrwert
  • Hört auf eure Zielgruppe, kennt ihre Bedürfnisse und beobachtet deren Entwicklung
  • Stellt euren USP dar und gebt euer Marke mithilfe eures Contents eine Persönlichkeit
  • Strebt einen „classy Clickbait“ mit Pay-off an
  • Erstellt authentischen Pull-Content, der potentielle Kunden anzieht

 

Transmedia Storytelling mit Bildern

Ein Webseitenbesuch dauert durchschnittlich maximal zwei Minuten. Warum? Weil wir in der Zeit des Content Schocks leben und kaum noch empfänglich für Werbebotschaften und Imagetexte sind. Mittlerweile funktioniert Visual Content in Form von Bilders, Videos, GIFs und Co. wesentlich besser als reine Texte, wenn es um Traffic Generierung geht. Kanäle wie Snapchat, Pinterest oder Instagram gewinnen somit immer mehr an Bedeutung, wenn es um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe geht.

„Entwickelt eine Geschichte über verschiedene Kanäle und schafft ein Entertainment-Erlebnis für euer Publikum!“

Beispiel für erfolgreiches Storytelling über verschiedene Kanäle:

Der taz-Reporter Martin Kaul wurde mit seinem Handy-Livestream zum Leitmedium der Krawallnacht der G20-Demos in Hamburg (Quelle: http://meedia.de/2017/07/07/g20-gewalt-wie-ein-taz-reporter-mit-seinem-handy-livestream-zum-leitmedium-der-krawallnacht-wurde/).

 

Special Interest Publishing 2017 – oder die OMR Story

Eine Firma muss in ihrem Produkt zusammen kommen und die einzelnen Bereiche miteinander verschmelzen lassen. Durch die Integration von Content an den verschiedensten relevanten Stellen wird eine Einheit geschaffen, die dem User sowohl Anreiz als auch Mehrwert bietet. Mithilfe von Content lässt sich eine Brand differenzieren – allein mit SEO wird das kaum noch geschafft.

 

“You can’t gain when you can’t retain!”

Beispiele:

  • Für den Thermomix sind allein sieben verschiedene Magazine am Kiosk erhältlich. Die monatliche Gesamtauflage übersteigt dabei bereits 1 Mio Hefte. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie der entsprechende Content das Publikumsinteresse fördert….und alle begeistert 😉:

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  • Auf der Suche nach der perfekten Matratze bietet Casper ein unschlagbares Benefit: „100 Nächte Probeschlafen“. Ein USP, das mithilfe von Content Marketing verbreitet wird um Neukunden zu erreichen und Bestandskunden zu halten.
  • Amazon prime instant video – für viele DER Anreiz sich als Prime-Kunde zu registrieren und letztlich das Paymentsystem (1-Klick) der Plattform zu nutzen. Amazon lässt mithilfe des Content Angebots (Video) seine Produkte verschmelzen.

 

Wirkungsvolles Content Marketing – Best Cases in Qualitätsumfeldern

Das richtige Content Umfeld ist mitunter der wichtigste Aspekt im Content Marketing. Am Beispiel des erfolgreichen US-amerikanischen Violinisten Joshua Bell wird dies besonders deutlich: entfernt er sich von seinem herkömmlichen Umfeld, wie beispielsweise der Philharmonie, und spielt stattdessen in U-Bahn Stationen, dann wird ihm kaum Beachtung geschenkt.

 

 

Die Wichtigkeit des Umfelds am Beispiel von Joshua Bell: Bühne vs. U-Bahn Station

Was passiert eigentlich, wenn ein berühmter Musiker die Bühne gegen eine U-Bahn Station tauscht? Der US-amerikanische Violinist Joshua Bell hat das Experiment gewagt und dafür sein gewohntes Umfeld verlassen…

„…largely ignored by a few thousand commuters…“

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Content Operations: Mit den richtigen Prozessen abteilungsübergreifend dauerhaft guten Content erstellen

Die Silo-Optimierung bzw. -Reduktion erfordert eine verbindende Content Strategie und gemeinsame Content Produktion, bei der Fachwissen aus einzelnen Abteilungen beigesteuert wird. Dies erfordert kleine Einzelschritte und eine Entwicklung über einen längeren Zeitraum – und vor allem ein Umdenken.

 

 

„What’s the next big thing? „What’s the next small step?“

Learnings:

  • Content braucht Substanz, Inszenierung und eine durchdachte Distribution
  • Eine verbindende Content Strategie hilft bei der professionellen und effizienten Content Erstellung
  • Das Denken in kleinen Schritten und die Zusammenarbeit hilft bei der Reduktion von Silos und effizienten Prozessen

 

Brands as Creators: What brands can learn from successful YouTube Creators

Im Internet wollen wir Themen zu unserer jeweiligen Leidenschaft konsumieren. Eine Marke benötigt ein Gesicht, das dem Inhalt eine Persönlichkeit gibt und aus reinen Informationen eine Story werden lässt. Dabei gilt: je besser die Story, desto besser fürs Geschäft – vor allem auf YouTube.

 

 

Beispiele für Werbebotschaften, die zu emotionalen Geschichten wurden:

  • Der Weihnachtsclip von EDEKA „Heimkommen“ hat bei YouTube Klickrekorde gebrochen und die Menschen zu Tränen gerührt.

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  • Mit der YouTube Serie „Die Rekruten“ wirbt die Bundeswehr seit November 2016 neue Soldaten an und macht den Beruf greifbarer, emotionaler und attraktiver.

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Learnings:

  • Geballte und inkonsistente Veröffentlichungen vermeiden
  • Formate und Themen kreieren, die die Zielgruppe erreichen und begeistern
  • Geschichten mit Gesicht funktionieren besser als anonymisierte Inhalte

 

The rise of Livestreaming: Formate für die Generation Z

Twitch – ein Live-Streaming-Videoportal, das vor allem zur Übertragung von Videospielen genutzt wird. Neben einem hohen Unterhaltungswert besitzt Livestreaming noch ganz andere Reize: man kann sich mit dem Influencer (oder besser: „Content Creator“ 😉) und anderen Zuschauern über den Live-Chat unterhalten, gemeinsame Interessen teilen und gemeinsam neue Ideen für neue Videos entwickeln. Livestreaming lebt also von Technologie, Inhalten, Engagement und Entertainment!

Quelle: https://go.twitch.tv/ungespielt

 

Content Marketing lohnt sich nicht – oder doch? So messen Sie praxisgerecht den Erfolg Ihrer Maßnahmen

Die Marketing Branche erlebt momentan eine Evolution durch Content. Wir alle bekommen viele verschiedene Impulse, die uns bis zur ersten Reaktion auf eine Werbebotschaft (bspw. dem ersten Klick auf eine Anzeige) beeinflussen – wo fangen wir also an zu messen? Oftmals gibt es schließlich nicht den einen ausschlaggebenden Impuls. Wir sollten uns also vielmehr darauf konzentrieren, dass Menschen freiwillig kommen wollen – also darauf, was Content Marketing WIRKLICH ausmacht!

„Content Marketing ist keine Kampagne und nicht nach drei Monaten messbar – Content Marketing lebt von der Entwicklung über die Zeit!“

Die wichtigsten Messkriterien als Key-Learning:

  • 👍 Zufluss: Wie viele neue Leser haben wir erreicht und was hat uns das gekostet?
  • 💪 Bestand: Feedback der Stammleser einholen, deren Interessen kennen und monetarisieren.
  • 👎 Abfluss: Gab es einen bestimmten Auslöser oder was war der konkrete Grund?

 

Premium Future Digital Showroom

Durchschnittlich befinden wir uns vor der tatsächlichen Kaufentscheidung nur noch 1,6 mal im Handel – aber warum? Wir haben zahlreiche Möglichkeiten uns außerhalb einer Filiale online zu einem Produkt zu informieren. Die Customer Journey findet heutzutage zum Großteil online statt. Und dennoch will der potentielle Käufer nicht auf Haptik & Co. verzichten. Um diesem Kundenbedürfnis auch online gerecht zu werden, entwickelt Audi einen 3D Konfigurator, der nicht nur eine individuelle Ausstattung sondern das Produkt der Zukunft bereits erleben lässt.

„Dealerships werden immer digitaler“

Vorteile:

  • Nutzerfreundliches User Interface
  • Personalisierung durch Login und Nutzererkennung
  • Hohes Zukunftspotential (z.B. VR-Brillen & Co.)

 

Was uns auf der Content World 2018 erwartet…

On the future: Content ahead

Messengerdienste werden häufig intensiver genutzt als das reine Netzwerk. Warum sollten wir uns auf dieses Medium also in Zukunft nicht verstärkt konzentrieren? Vor allem junge Zielgruppen können über Messengerdienste gezielt angesprochen werden.

 

 

„Wir verbinden Messengernachrichten mit Emotionen, da wir darüber vor allem mit Familie und Freunden kommunizieren“

Vorteile von Messengermarketing:

  • Junge Zielgruppe ist sehr empfänglich
  • Schnelle Reaktionszeit und hohes Engagement
  • Proaktivität und Feedback durch direkte Ansprache

 

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