Recap: Content Marketing Masters 2017 in Berlin

Am 01. Juni 2017 öffnete die Spreegalerie am Alexanderplatz ihre Tore für die Besucher der Content Marketing Masters. Am Konferenztag wurden geballtes Expertenwissen und interessante Insights in die Welt des Content Marketings mit den Besuchern geteilt. Insgesamt wurden sowohl von nationalen als auch internationalen Speakern 16 Vorträge in zwei parallelen Tracks gehalten. Im folgenden Recap möchten wir euch einen kleinen Einblick in unsere Learnings gewähren 😊

Influencer-Marketing: Vom Ego-Trip zum Teamplayer am Beispiel von GlossyTalk von Maybelline New York

Die Kommunikation in der Online Marketing Branche hat sich ganz klar verändert. Warum und wie? – das haben Antonino Biondi und Katja Berghoff in ihrem Vortrag verdeutlicht. Am Beispiel des YouTube-Kanals „GlossyTalk“ von Maybelline New York wurde die gemeinschaftliche Contenterstellung und -Gestaltung mit der Influencerin MrsBella veranschaulicht.

Quelle: https://www.maybelline.de/specials/glossy-talk

Influencer-Marketing gehört heutzutage einfach dazu. Um Erfolge einzufahren, steht für die Speaker das Fairplay von Agentur, Influencer und Marke an erster Stelle. Folgende Golden Rules wurden hierfür vorgestellt:

  • Brand Vision und Influencer Meinung zu einem authentischen Statement vereinen
  • Feedback annehmen und zur Optimierung nutzen
  • Nicht alles planen, mehr loslassen und auf sich zukommen lassen
  • Gemeinsame Verantwortung übernehmen
  • Für eine klare Rollenverteilung sorgen
  • Respektvolle Atmosphäre und konstruktive Konfliktlösungen
  • Flache Hierarchien und Mitbestimmungsrecht für jeden schaffen

Think big, start small, grow fast – building an explosive growth fintech startup with content

Jasper Martens veranschaulichte in seiner Session, wie das UK Fintech Startup Pension Bee Content einsetzt: sowohl zum Aufbau und Wachstum des Kundenstamms als auch zur Kundenpflege und langfristigen Kundenbindung. Mithilfe einer durchdachten Vorgehensweise und strukturierten Umsetzung wurde von Pension Bee eine ganze Generation dort abgeholt, wo andere Anbieter mit dem üblichen Fachjargon nicht mehr weiterhelfen können – und das allein durch den einfach verständlichen und modern umgesetzten Content in Form einer App. Wer heutzutage dem modernen Zeitgeist entspricht und relevante Inhalte für die entsprechende Zielgruppe bereit stellt, der kann von Akquise bis Kundenbindung sehr viel erreichen.

Übrigens: dass Content Marketing funktionieren kann, beweist ganz klar die Auszeichnung von Pension Bee als „Innovativstes Business des Jahres“ bei den Startup Awards 2016 😊

Content ist nicht gleich Content

Die Entwicklung in den sozialen Medien rast! Wichtig ist, dass man sich nicht auf vergangenen Learnings ausruht. Klar, „Content ist King“ – das wissen wir mittlerweile alle. Aber es genügt längst nicht mehr, beispielsweise regelmäßig Bilder zu posten. Auch hier muss man mittlerweile durchdacht vorgehen und mit kreativen, modernen Motiven bzw. Inhalten überzeugen, um nicht in der breiten Content Masse unterzugehen. Helge Ruff verdeutlichte in seiner Session, wie wichtig es geworden ist, sich bei der Content Erstellung auf einen neuen Stil einzulassen.

  • Reduziert eure Bilder auf das Wichtigste
  • Stellt euren Hauptakteur in den Fokus
  • Trefft den richtigen Ton mithilfe von Kulisse, Filter, etc.
  • Nehmt aktuelle Trends mit

The square of the digital content: What content is best suited for each platform?

Digitaler Content erreicht uns auf den verschiedensten Wegen. Wie welche Art von Content für die unterschiedlichen Kanäle erstellt und verbreitet werden sollte, erklärte Andrea Boscaro in seinem Vortrag. Hierfür orientierte er sich an dem Modell „Square of the Digital Content“. Demnach wird zwischen den folgenden vier Dimensionen unterschieden:

  • Real Time vs. Time of the Internet
  • Short-form vs. Long-form Formate

Neben dem Modellansatz wurden anhand von konkreten Beispielen verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, um zeitlosen Content für verschiedene Plattformen zu produzieren.

Nachhaltiges, skalierbares & internationales Content Marketing im Großkonzern – Fiktion oder Wirklichkeit? Der 1&1 Digital Guide

Die Kosten für Paid Media steigen! Es ist also an der Zeit, eigene Kanäle verstärkt zu nutzen und „Owned Media“ zu produzieren. Die beiden Speaker, Maik Metzen und Nicolas Huber, sehen die Chance ganz klar in betriebseigenen Kommunikationskanälen und redaktionellen Beiträgen. In ihrem Sales Funnel sehen die Speaker die Bedarfsweckung als Kernaufgabe des Content Marketings.

Der 1&1 Digital Guide ist hierfür ein Paradebeispiel: das internationale Ratgeberportal bietet dem Nutzer Mehrwert – und das in allen Phasen der Customer Journey. 1&1 hat es mit seinem Ratgeber geschafft

  • neue Wachstumspotentiale zu erschließen,
  • Brand Awareness positiv zu beeinflussen
  • und klassische Performance Kanäle zu beleben.

Blog-Views werden zu Leads werden zu Sales – Ein Einblick in den HubSpot-Blog

Quelle: https://blog.hubspot.de/marketing

Allein durch Seitenaufrufe und Views kann sich kein Unternehmen am Markt halten. Gute Inhalte sollten den Leser dazu bringen die angebotenen Produkte zu kaufen oder Leistungen zu beanspruchen – kurz: euer Content muss konvertieren! In der Session von Karsten Köhler wurde die Inbound-Methodik erläutert und praxisbezogene Tipps gezeigt, die für den HubSpot-Blog bereits funktioniert haben, um aus einfachen Page-Views nützliche Leads werden zu lassen.

Blog und Content Marketing: Back to the roots

Sven-Olaf Peeck und Vanessa Runge verdeutlichten in ihrer Session den Sinn und die Wichtigkeit nutzerorientierter Inhalte. Auch wenn der Hype um Social Media noch eine Weile anhalten wird, sollten Inhalte nicht nur für diesen Kanal produziert werden. Wesentlich sinnvoller und nachhaltiger finden die beiden Speaker Publikationen auf eigenen Websites. Social Media kann hierbei unterstützend zur Verbreitung eingesetzt werden.

Mehr Risiko für alle, oder: Wie Agenturen und Kunden mehr Geld verdienen

Auf eine äußerst sympathische Art und Weise erklärte Carsten Rossi, dass ÜLFs (= überflüssige Lebensformen 😉) zu Mitunternehmern werden sollten. Und warum? Weil der Content Marketing Markt wächst und immer größere Agenturen existieren, die der Kunde in dieser Form oft gar nicht braucht. Was unsere Kunden stattdessen brauchen, sind Partner, die ihnen auf Augenhöhe begegnen und als eine Art „Mitunternehmer“ agieren. Dass sich dahinter nicht nur neue Risiken, sondern auch neue Chancen für Agentur und Kunde verbergen, wurde in dieser Session verdeutlicht.

„Ich teile, also bin ich.“ – Die Wirkung von nutzergenerierten Inhalten durch Collaborative Marketing

Mit der abschließenden Session des Konferenztages, stellte Mark Leinemann die bisher vorgestellten Themen auf den Kopf. Weg von Inhalten für Nutzer, hin zu nutzergenerierten Inhalten. Denn wäre es nicht wesentlich wirkungsvoller (und zudem günstiger), den Nutzer für uns Content erstellen zu lassen? Wie Marken mithilfe von Collaborative Marketing ihre Konsumenten zur Erstellung von Nutzerinhalten anregen können, wurde mithilfe verschiedener Beispiele erläutert.

Fazit

Content Marketing ist heutzutage der Schlüssel zum Konsumenten. Wichtig ist dabei immer, dass die Inhalte authentisch und glaubwürdig bleiben. Nur so kann dem Nutzer relevanter Mehrwert geboten werden, der vom Angebot überzeugt und aus Lesern Käufer macht. Eine genaue Anleitung, wie man bei einer Content Marketing Kampagne vorgehen muss, gibt es dabei nicht. Schließlich variieren die Anforderungen an den Inhalt und die Wahl der Kanäle je nach Angebot, Zielgruppe und Intention.

Weitere interessante Rückblicke:

http://www.performics.de/blog/content-ist-tot-es-lebe-der-content-recap-content-marketing-masters-2017

2 Kommentare

  1. Eine echt klasse Zusammenfassung.
    Ich finde den Artikel echt sehr gut geschrieben und hatte totalen Spaß dabei, ihn auch zu lesen. Die Dichte an Informationen die du hier geboten hast, die ist echt enorm! Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Christina Münzer 4 Monaten |Antworten

      Vielen Dank für dein Feedback, Elke!
      Freut mich, dass dir unser Recap gefällt.
      Liebe Grüße,
      Christina

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