PPC Masters 2018 – Recap

Am 22.02.18 feierte die PPC Masters ein kleines Jubiläum. Bereits zum fünften Mal strömten wissbegierige „PPCler“ aus ganz Deutschland in die Hauptstadt. Besucher, die die Konferenz bereits von den letzten Jahren kannten, wurden mit einer neuen Location, im H4 Hotel am Alexanderplatz überrascht. Wie gewohnt, fanden immer zwei Tracks parallel statt, so hatte man die Qual der Wahl. Unsere PPC-Girls Nanina und Kerstin haben sich deshalb unterschiedliche Vorträge angesehen, um euch einen möglichst umfangreichen Recap geben zu können.

Im folgenden PPC Masters Recap möchten wir euch einen kurzen Einblick in die von uns besuchten Vorträge geben.

AdWords 10x besser machen (Martin Röttgerding – bloofusion)

Wie der Titel bereits vermuten lässt, gab uns Martin Röttgerding einige Tipps, seinen AdWords Account zu optimieren. Erfreulich war, dass es letztendlich sogar 15, statt der geplanten 10 waren. Alle Punkte waren wirklich sehr interessant, deshalb möchten wir ein paar davon hervorheben:

  • Bei der CTR Betrachtung ist es sinnvoll, die CTR der Suchnetzwerkpartner raus zu rechnen, diese verfälschen oft das Ergebnis.
  • Künstliche Suchanfragen, die über die Kategoriebenennungen der Suchnetzwerkpartner zustande kommen, ausschließen.
  • Benutzerdefinierte Spalten helfen dem Kampagnenmanager tiefere Performance-Einblicke als über die Standard-Spalten zu bekommen.
  • Standardzeiträume hinterfragen: Sind die vordefinierten 7 oder 30 Tage immer ein sinnvoller Betrachtungszeitraum?
  • Remarketing sollte in mehrere Tage aufgeteilt werden, da User, deren Besuch erst einen Tag her ist, erfahrungsgemäß besser performen, als User, deren Besucher einige Wochen her ist.

 

Discover Growth – Wie Unternehmen wachsen, wenn Produkte Menschen finden (Anfreas Rau und Thore Ladicke – Facebook Germany)

In diesem Vortrag wurde ein Überblick über verschiedene Werbeformen auf Facebook und Instagram gegeben. Dabei haben wir Tipps erhalten, welche Anzeigenformate besonders aufmerksamkeitsstark sind und wie bereits andere Unternehmen mit Facebook ihre Unternehmensziele erreicht haben. Abschließend haben wir Insights und Tipps zu Facebook Analytics erhalten. Dieses noch wenig genutzte Tool bietet nicht nur Analyse-Möglichkeiten, sondern auch die Möglichkeit, spezifische User-Gruppe zu betrachten und daraus Zielgruppen für Werbekampagnen zu bilden.

 

Google Analytics und die Customer Journey (Christian Vollmert – Lunapark)

In diesem Vortrag bekamen wir einen tieferen Einblick in das Google Analytics Tool. Dabei wurden zu Beginn die häufigsten Hürden beim Messen wichtiger Daten aufgezeigt. Anschließend gab es einige Praxistipps zur richtigen Anwendung des Tools.

 

Audiences in Search – It’s not what you say…? (Thomas McCarron – periscopix)

Der einzig englische Track der PPC Masters 2018, startete mit einem unterhaltsamen Rückblick auf das Design und die Möglichkeiten in der alten AdWords Oberfläche, im Jahr 2013. Es gab noch kein GDN und kein Shopping, deshalb drehte sich damals alles noch sehr stark nur um Keywords. Im Laufe des Vortrags stellten wir fest, dass wir unterschiedliche Zielgruppen oft mit demselben Keyword erreichen können, da die Suche zwar gleich ist, das Ziel aber ein anderes sein kann. Das folgende Schaubild soll diesen Ansatz verdeutlichen. Alle suchen nach dem gleichen Keyword, haben aber unterschiedliche Ziele. Einer möchte ein Schnäppchen machen, der andere sucht ein Geschenk und wiederum jemand anders möchte ein Produkt schnell haben, koste es was es wolle.

Daher ist es extrem wichtig darauf zu achten, wie man die verschiedenen Zielgruppen anspricht und z.B. mit Remarketing wieder zurück holt. Die wichtigsten Tipps dafür waren:

  • Aggresivere Gebote für User mit hohem Einkommen / User mit hohem Warenkorb-Wert
  • Besucher ausschließen, die sich viele Infos auf der Seite holen aber nie konvertieren
  • Sehr junge, kaufschwache Zielgruppen ausschließen. à Überlegung: Eltern ansprechen, die bezahlen

 

Automatisierung im SEA mit Hilfe von Google Big Query (Philipp Mainka – Sixt)

Dieser Vortrag gab sehr interessante Einblicke in die Arbeitsweise der SEA Abteilung bei Sixt. Da das große Unternehmen täglich vor der Herausforderung steht, Kampagnen in unzähligen Ländern, ausgerichtet auf weitere unzählige Länder zu steuern, musste ein kostengünstiges Tool zur Verarbeitung und Auswertung riesiger Datenmengen gefunden werden. Dabei kam Sixt auf die Idee, direkt mit der Google Cloud „Big Query“ in Kombination mit den Datastudios zu arbeiten. Es war spannend zu sehen, welche individuellen Reports das Unternehmen dadurch bereits erstellen und weiterverarbeiten kann.

 

Mobile Landing Pages: Hase oder Igel? (Sebastian Grebasch – Google)

Google hat erhoben, dass mittlerweile 73% der User in Deutschland auf das Internet primär über ihr Smartphone zugreifen. Aus diesem Grund wird die mobile Nutzererfahrung mit einer Zielseite immer wichtiger. Dabei wird diese Nutzererfahrung einerseits beeinflusst durch die mobile Usability, aber auch die Ladegeschwindigkeit. Laut Studien verlassen 53% aller User eine Website, wenn sie auf ihrem Smartphone länger als 3 Sekunden braucht um zu laden. Die Verbesserung der Ladegeschwindigkeit stellt für viele Webseitenbetreiber eine schwierige Aufgabe dar. Sebastian Grebasch hat hier Tipps gegeben, welche Faktoren besonders große Auswirkungen auf die Ladezeit haben.  Der größte Hebel stellt die Priorisierung dar. Das heißt, Below-the-fold Content und Bilder im Karussell, die zunächst nicht sichtbar sind, können später nachgeladen werden. Außerdem sollten so viele Dateien und Bilder wie möglich, komprimiert werden. Dasselbe gilt für Schriftarten und weitere Grafiken, die möglichst im Cache speicherbar sein sollten.

 

Herausforderung Internationales SEA – Umsetzung, Komplexität und Expansion (Jennifer Bölitz und Jana-Katharina Kruse – Performics)

In diesem Vortrag ging es um die Herangehensweise bei Internationalen SEA Kampagnen. Hierbei gibt es grundlegend zwei Varianten: Lokalisierte Kampagnen mit Sprachanpassung und internationale Kampagnen auf Englisch. In der Komplexität, sowie in Vor- und Nachteilen unterscheiden sich beide Ansätze stark voneinander. Die Entscheidung, welche Variante gewählt wird, muss in jedem Einzelfall abgewogen werden. Auch Mischlösungen machen für bestimmte Märkte Sinn. So ist es zum Beispiel in Skandinavien weniger ein Problem, englische Kampagnen zu bewerben. In anderen Ländern, wie beispielsweise Frankreich oder Spanien sollte eher ein Fokus auf lokalisierte Texte gelegt werden.

 

Die perfekte Symbiose: SEA und SEO (Desireée Keller – morefire)

Die Speakerin hatte ein konkretes Fallbeispiel dabei: Ein Kunde gab Budgetkürzungen vor und die Kampagnenmanager mussten sich entscheiden, welches von zwei sehr ähnlichen Keywords online bleibt und welches pausiert wird. Dabei wurde die Performance der Keywords im SEO und SEA ausgewertet. Ein Keyword stand dabei in beiden Kanälen auf deutlich besseren Positionen. Da es aber auch das Keyword war, welches im SEA deutlich teurer war, musste eine Entscheidung getroffen werden. Es wurde sich für das teure aber besser positionierte Keyword entschieden, mit der Strategie, durch doppelte Sichtbarkeit im SEO und SEA eine hohe Sichtbarkeit zu erzielen und gleichzeitig den Wettbewerb zu verdrängen. Da diese Strategie natürlich viele Keywords betrifft, haben sie ein Script dafür geschrieben, welches autom. Labels hinter die Keywords im AdWords Account legt, die auch im SEO auf guten Positionen ranken.

 

Storytelling mit Facebook Ads (Markus Schulze – adtraffic)

Eine gute Geschichte bleibt in Erinnerung, deswegen empfiehlt uns Markus Schulze, auf Facebook Anzeigen wie eine Geschichte aufzubauen. Um eine solche Geschichte auf die richtige Zielgruppe auszurichten, ist es zunächst wichtig, Personas zu definieren. Diese bestehen aus Alter, Geschlecht, Beruf, Einkommen, Persönlichkeitsmerkmalen usw. Je Persona kann anschließend definiert werden, welcher USP für wen besonders interessant ist. Dementsprechend werden nun die Werbemittel gewählt. Je nach Budgethöhe können die Zielgruppen unterschiedlich granular gegliedert werden und kostenintensivere bzw. günstigere Werbemittel gewählt werden (Video vs. Carousel Ad).

Abschließend haben wir noch drei Quick Wins für den Start erfahren:

  • Fokus auf die Zielgruppe
  • Nutzen von mobilen Formaten
  • Einsatz von Remarketing

 

Amazon Marketing Services (AMS): Erstellung, Dateninterpretation & Optimierung für optimale Kampagnenergebnisse (Petra Schmidt – Amazics)

Nach einer Einführung in die bei AMS möglichen Anzeigenformate hat Petra Schmidt einen kurzen Vergleich zwischen AMS 2015/2016 und 2017/2018 gezogen. Es war sehr spannend, wie viel sich in dieser kurzen Zeit bereits alles getan hat. Anschließend haben wir Optimierungsschrauben und deren Priorisierung beleuchtet. An erster Stelle wurde das Hinzufügen bzw. Pausieren von Keywords genannt. Gefolgt wurde die Liste von dem Testen von unterschiedlichen Matchtypes und dem Hinzufügen von Negatives. Diese Optimierungen alleine sind allerdings nur wirksam, wenn auch die Produktdetailseiten der beworbenen Produkte optimiert sind. Das bedeutet es sind ausreichend Informationen für den User vorhanden, unterschiedliche Bilder des Produktes und möglichst gute Bewertungen.

Fazit

Die PPC Masters hat uns wie immer sehr gut gefallen. Die Veranstaltung war super organisiert und das Essen war abwechslungsreich und gut.

Selbstverständlich waren die Vorträge das Highlight dieses spannenden Tages. Hier konnten wir viele Ideen und Ansätze mitnehmen und hatten das Gefühl, dass auch das Niveau noch etwas höher war als die Jahre zuvor. Wir freuen uns auf jeden Fall schon wieder aufs nächste Jahr!

 

Weitere Recaps:

  1. https://www.internetkapitaene.de/2018/02/26/ppc-masters-2018/
  2. https://www.trafficmaxx.de/blog/sea/ppc-masters-2018-recap-part-1
  3. https://www.luna-park.de/blog/26297-ppc-masters/

 

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