Interview mit Julian Weiß – Affiliate-Manager bei der xpose360

Julian Weiß ist seit März 2019 ein fester Bestandteil der xpose360-Familie. Neben seiner Arbeit in unserem Affiliate-Marketing-Team schreibt er noch fleißig an seiner Masterarbeit. Im Interview schenkt er uns ein paar Einblicke in sein Thema. Auch Einsteiger ins Affiliate-Marketing erhalten hilfreiche Tipps und Tricks, wie sie ihre Nische ausmachen und was dabei zu beachten ist. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Hallo Julian 😊 Du bist nun auch schon einige Monate Teil unserer xpose360-Familie – noch einmal herzlich willkommen! Stellst du dich unseren Lesern bitte kurz vor: Wie bist du zum Affiliate-Marketing gekommen – und vor allem zur xpose360?

Julian: Mein erster Kontakt mit dem Affiliate-Marketing war während meinem Auslandsjahr in Australien. Da ich keine Tomaten auf dem Feld sammeln wollte, habe ich mit einem Freund zusammen versucht, ein Ernährungsbuch über Abreißzettel an Straßenlaternen in Brisbane zu verkaufen. Darauf abgedruckt war der Trackinglink und wir hatten gehofft, so eine Provision zu verdienen. Funktioniert hat das nicht – wer hätte es auch gedacht – aber das Affiliate-Marketing ist dann in den darauffolgenden Jahren während meines Studiums durch eigene kleine Online-Projekte immer wieder präsent gewesen und letztendlich wollte ich mit dem Wechsel in eine Agentur an dieser Stelle einen professionellen Einblick in das Affiliate-Marketing erhalten.

Was genau begeistert Dich am Affiliate-Marketing?

Julian: In erster Linie der Austausch mit interessanten und sehr kreativen Personen, die als Publisher auftreten und in ihrem Bereich, sei es als Content-, Retargeting- oder auch als Gutscheinpartner, genau wissen, wie sie ihre Nutzer ansprechen müssen, um eine Conversion zu erzielen. Aus unternehmerischer Sicht finde ich aber auch spannend, dass über das Affiliate-Marketing unglaublich viele Online-Disziplinen zum Großteil noch immer performancebasiert umgesetzt werden können, ohne dass das Know-how im eigenen Unternehmen vorhanden sein muss. Ich denke hier vor allem an Start-ups und kleinere Unternehmen, die bspw. keine Ressourcen haben, um Warenkorbabbrecher-Kampagnen umzusetzen. Zu guter Letzt fasziniert mich die Tatsache, dass das Affiliate-Marketing als Inkubator für zahlreiche Geschäftsmodelle im Online-Marketing steht und ich als Account-Manager einen Einblick in zahlreiche Geschäftsmodelle erhalte.

Dein täglich‘ Brot ist auch die Erstellung von Reportings. Für viele ein nerviges Dokument – allerdings ein wichtiges Instrument, um Strategien zu definieren.  

Julian: Das mag für den ein oder anderen nervig sein, ist aber tatsächlich unerlässlich, um, wie Du schon sagst, eine Strategie zu entwickeln, welche auch nachhaltig die Ziele und Vorgaben des Kunden erfüllt. Tatsächlich ist es erstaunlich, was sich aus Statistiken so alles herauslesen lässt, wenn man eine gute Datengrundlage zur Verfügung hat. Daher sind wir auch stets bemüht, unsere Reportings immer zu verbessern und zu automatisieren.

Du bist nicht nur bei uns fleißig. Parallel zu Deiner Arbeit schreibst Du auch an Deiner Masterarbeit, für die Du Blockchain-Technologien etwas genauer unter die Lupe nimmst. Vereinfacht diese Technologie das Tracking?

Julian: Tatsächlich gibt es bereits Netzwerke wie bspw. Attrace aus den Niederlanden, die ein vollständiges Tracking über ihre eigene Blockchain anbieten. Vorteile ergeben sich in erster Line dadurch, dass Fraud durch die hohe Datenintegrität in der Blockchain nahezu unmöglich ist. Gleichzeitig muss man aber auch erwähnen, dass die Blockchain derzeit mit Art 17 Abs. 1 der DSGVO, dem Recht auf Vergessenwerden, grundsätzlich nicht vereinbar ist, wobei natürlich hier immer abzuwägen ist, welche Daten in der Blockchain gespeichert werden. Die hervorgehobene Bedeutung der Blockchain im Affiliate-Marketing wird meiner Meinung mit Blick auf Tradedoubler bewusst, die als erstes namhaftes Affiliate-Netzwerk im deutschen Markt Anfang 2019 die Blockchain als Produktvision für eine Open-Platform im Affiliate-Marketing ausgerufen haben.

Hast Du noch ein paar Tipps für Einsteiger ins Affiliate-Marketing? Wie finden Interessierte die perfekte Nische, um Affiliate-Marketing zu betreiben? Welche Formate empfiehlst Du ihnen?

Julian: Grundsätzlich ist der Weg zu Amazon und ein Blick auf die Top-Produkte immer ein guter Rat. Hieraus lässt sich bereits ableiten, welche Produkte derzeit gefragt sind. Über Tools wie den KW Finder kann dann im nächsten Schritt abgewogen werden, ob basierend auf dem Suchvolumen und dem vorhandenen Wettbewerb zu der Query eine Platzierung realistisch ist. Tendenziell rate ich aber eher dazu, ein eigenes Hobby in ein Online-Projekt wie bspw. einen Blog umzusetzen. Der Leser wird die Leidenschaft bemerken, die in dem angebotenen Content steckt und somit würde ich dieses Projekt sehr viel erfolgsversprechender einschätzen als ein Format, das lediglich auf den Abverkauf von einem Trendprodukt abzielt. Zusammenfassend ist mein Rat an dieser Stelle, sich auf ein Projekt zu konzentrieren, das im Idealfall die eigenen Interessen widerspiegelt und hier mit Leidenschaft Content zu erstellen.

Und zu guter Letzt: Was machst Du außerhalb Deiner Arbeit? Genießt Du bereits das schöne Wetter in vollen Zügen?

Julian: Derzeit ist meine Freizeit aufgrund des berufsbegleitenden Masters leider sehr beschränkt. Wenn möglich, versuche ich aber so viel Zeit wie möglich in den Bergen zu verbringen. Bergsteigen und Fotografieren sind hier meine große Leidenschaft und wie ich bereits in deiner Frage vorher erwähnt habe, bin auch derzeit dabei für die Zeit nach dem Master ein eigenes Online-Projekt in Bezug auf das Wandern, Bergsteigen und der Landschaftsfotografie zu planen.

Lieber Julian, vielen Dank für das Interview – wir freuen uns sehr auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit :)

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