Facebook Ads – Zielgruppendefinition

Vor jeder Werbeanzeige steht eine Zielgruppe, die mit dieser Anzeige auch angesprochen werden muss. Mittlerweile beträgt die Zahl der aktiven Nutzer 2,38 Milliarden (Q1 2019. Quelle: Statista). Um innerhalb dieser immensen Menge von Nutzern die richtige Audience für seine Werbekampagne zu erfassen, stellt Facebook diverse Möglichkeiten zur Verfügung.

Wo werden Zielgruppen ausgewählt?

Die Bestimmung der Zielgruppen findet nach der Erstellung von Kampagne und Kampagnenziel statt. Innerhalb der Anzeigengruppen lassen sich verschiedene Möglichkeiten eingrenzen. Beim Anlegen einer Anzeigengruppe dient der Unterpunkt „Zielgruppe“ als zentrale Schaltstelle zur Erschließung des richtigen Nutzerkreises. Hier lassen sich bereits gespeicherte Zielgruppen für die Anzeigengruppe verwenden und Neue anlegen.

Möglichkeiten der Zielgruppendefinition

Custom Audiences

Custom Audiences stellen eigene Kunden-/Nutzerstämme dar, die vom Werbetreibenden direkt als Zielgruppe hinterlegt werden können.
So wird letztendlich ein individuell ausgesuchter Personenkreis mit den Anzeigen der Anzeigengruppe angesteuert. Dies können Newsletter-Empfänger, angemeldete Seitennutzer oder andere Listen mit Nutzern sein, die Zustimmung gegeben haben, dass Ihre Daten zu Werbezwecken verwendet werden.

Eine Erweiterung der Custom Audiences stellen Lookalike Audiences dar. Hierbei werden nicht genau die Nutzer angesprochen, die hinterlegt wurden, sondern diejenigen, die sehr ähnliche Eigenschaften aufweisen, wie die eingespeisten Nutzerdaten, sog. „digitale Zwillinge“.

Demografische Zielgruppenkriterien

Die klassische Variante bei der Eingrenzung der Zielgruppe.
Nutzer lassen sich anhand von Alter, Geschlecht und Standort einschränken.

Bei der Standortwahl kommen zudem Kriterien zum Einsatz, ob sich ein Nutzer am Ort aufhält, dort lebt, kürzlich dort war oder vorhat, diesen zu besuchen.

Detailliertes Targeting

Rein demographisch kategorisierte Kampagnen machen meist nur bei breit gestreuten Awareness-Kampagnen Sinn. Um eine Audience weiter zu spezifizieren, wird digitales Targeting eingesetzt.

Hierbei lassen sich Nutzer nach weiteren Kategorien eingrenzen:

  1. Demografische Angaben
    Beziehungsstatus, sexuelle Orientierung, politische Einstellungen, Lebensereignisse, …
  2. Interessen
    Filme, Musik, Veranstaltungen, Hobbys, …
  3. Verhalten
    Reiseverhalten, genutzte Geräte, digitale Aktivitäten, …


Facebook gibt diese Kategorien zwar vor, durch Eintippen von Schlagwörtern werden aber Targetingoptionen von Facebook vorgeschlagen und vereinfachen die Suche. Natürlich kann man sich auch manuell durch die Kategorielisten klicken und entsprechende Nutzergruppen auswählen.

Verbindungen sprechen Nutzer an, die via Facebook schon in einer gewissen Beziehung zum Werbetreibenden stehen.
Diese Verbindungen zu Nutzern lassen sich in drei Kategorien erfassen:

  1. Verbindung über Nutzer, die deine Seite geliked haben
  2. Verbindung über Nutzer, die deine App genutzt haben
  3. Verbindung über Nutzer, die Interesse an deiner Veranstaltung haben


Dabei gibt es jeweils drei Verbindungsoptionen:

  1. Nur diese Nutzer ansprechen
  2. Freunde von diesen Nutzern ansprechen
  3. Diese Nutzer ausschließen


Wie groß ist meine Zielgruppe? Wie groß sollte sie sein?

Im Anzeigengruppenmenü werden neben den Einstellungen zur Zielgruppenauswahl rechts die Schätzungen zur Zielgruppengröße und Tagesergebnisse eingeblendet.

Die Schätzungen von Facebook stellen durchaus einen guten Anhaltspunkt bei der Eingrenzung seiner Personengruppe dar, sollten aber dennoch stets kritisch betrachtet werden.
Ist die Zielgruppe zu spezifisch, wird womöglich nicht das komplette Budget eingesetzt und die Kampagne läuft schnell ins Leere.
Ist die Zielgruppe zu weit gefasst, werden die meisten Nutzer zu selten angesprochen und zu viele Streuverluste generiert.
Die Tagesergebnisse stellen eine grobe Einschätzung dar, wie die Kampagne performen sollte und basieren auf bisherigen Kampagnendaten mit ähnlichen Budgets und Marktdaten.
Diese Schätzungen sind nicht verbindlich und hängen letzten Endes stark von Qualität der Anzeigen, Genauigkeit der Zielgruppe, USPs/UAPs, Funnelstufe und derzeitigen Marktverhältnissen ab.

Wie gehe ich weiter vor?

Welche Anzeigen du für welches Ziel einsetzen solltest, wie dein Tracking eingerichtet wird, und welche kreativen Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen, um deine Kampagnen von anderen abzuheben, erklären wir dir in unseren nächsten Artikeln.

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