Der Unterschied zwischen Facebook- und Google-Anzeigen

Facebook, als eine der reichweitenstärksten Werbemöglichkeiten weltweit, sollte in keiner Online-Marketing-Strategie vernachlässigt werden. In unserer neuen Artikelreihe, die mit diesem Beitrag startet, möchten wir euch gerne zeigen, wie das Werben auf Facebook operativ umgesetzt werden kann und welche strategischen Herangehensweisen dienlich sind.

Warum Facebook-Anzeigen?

Facebook konnte im letzten Quartal 2018 einen Umsatz von 13 Milliarden Dollar über die Anzeigenschaltungen verzeichnen (Quelle: Internetworld.de), was einem Wachstum von 47 % im Jahresvergleich entspricht. Google konnte im gleichen Quartal zwar mehr als den doppelten Umsatz verzeichnen, jedoch ist dieser Wert ein guter Wegweiser, wie die Relevanz von Facebook-Ads in den letzten Monaten gestiegen ist.

Edit (18.06.2019 – 14:58Uhr): Aktuelle Daten zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels zeigen, dass die Werbeerlöse 2019 von Facebook allein in Deutschland auf über 1 Milliarde Euro geschätzt werden. Somit beträgt das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr 200 Millionen Euro, bzw. über 23%.




Gründe für den Anstieg:

  1. Instagram (wird über Facebook-Ads beworben) wächst stetig sehr schnell, was eine zusätzliche Nutzerschaft für Anzeigen ergibt. Diese User interagieren deutlich stärker mit Beiträgen (ob bezahlt oder nicht) im Vergleich zu Facebook. Die Aufmerksamkeit für potenzielle Werbeanzeigen ist entsprechend höher.
  2. Das Wettbewerbsumfeld bei Google wächst kontinuierlich, was einen Anstieg der Klickpreise zur Folge hat. Werbetreibende suchen demnach alternative Kanäle.
  3. Weitere Werbeformate machen das Werben auf Facebook attraktiv. Hier kann durch Bilder und Videos stärker emotionalisiert werden.
  4. Immer mehr Unternehmen stellen ihre Werbestrategie auf Customer-Journey-Betrachtung um. Facebook oder auch Instagram sind in den wenigsten Fällen direkt hochprofitabel (ROI-Betrachtung), sind jedoch bei vielen Verkäufen der Einstiegspunkt und demnach relevant für Werbeplatzierungen.
  5. Social-Media-Kanäle eignen sich besonders gut zur Bestandskundenbindung bzw. -pflege. Um steigende initiale Kosten für Neukunden auch langfristig profitabel zu gestalten muss sichergestellt werden, dass diese auch zu Wiederkäufern werden.

Werbemittelkonzeption – Unterschiede:

In der Google Suche sind die Möglichkeiten der Anzeigenkonzeption relativ überschaubar. Durch sauberes Testing der Textanzeigen und Feedoptimierung für Google-Shopping kann nachhaltig datengetrieben optimiert werden. Ziel hierbei ist immer eine direkte Conversion im Performance-Marketing, also ein Lead oder sein Sale.
Facebook-/Instagram-Anzeigen können hier deutlich vielfältiger sein. Es kann viel mit Videos oder auch Bildern gearbeitet werden. Auch mehrere Kombinationen, wie Carousel-Ads oder auch Collection-Ads, können zusätzliche Reize schaffen. Die Zielsetzung ist bei Facebook im Vergleich ebenfalls vielfältiger. Eine Ausrichtung auf Traffic, Video-Aufrufe, Gefällt-mir-Angaben, oder eben auch Leads und Sales ist möglich.

Nutzerintention – zentralster Unterschied:

Der wohl gravierendste Unterschied zwischen Google- und Facebook-Anzeigen ist die Haltung der Nutzer. Diese beiden Kanäle sind die Paradebeispiele, um den Unterschied zwischen Inbound- und Outbound-Marketing zu beschreiben. Ein Nutzer bei Google hat bereits einen bestimmten Bedarf, den er decken möchte. Ziel ist hier ganz klar, Google zu verlassen und eine entsprechende Webseite zu besuchen (Inbound). Ein Facebook-User hingegen will im Normalfall während des Surfens Facebook nicht verlassen und hat auch keinen bestimmten Bedarf geäußert (abgesehen vom Retargeting). Es ist demnach notwendig, die richtige Zielgruppe mit dem passenden Werbemittel zu kontaktieren, um einen Anreiz/Bedarf zu schaffen (Outbound).

Diese erste kurze Übersicht soll einen Eindruck vermitteln, weshalb wir es für wichtig empfinden, den Bereich “Facebook-Ads” näher zu beleuchten.

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Auf folgende Inhalte kannst Du Dich in den kommenden Wochen noch freuen:

  1. Die Facebook Werbeoberfläche und deren Funktionen
  2. Anzeigenvarianten bei Facebook Ads und deren Einsatzmöglichkeiten
  3. Facebook Pixel richtig verbauen

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