Affiliate Marketing Branchenanalyse Baby & Kind

Der Online-Markt für Baby- und Kinderartikel wächst. Onlineshops in dieser Branche sollten daher ihre Marketing-Strategie breit aufstellen, um erfolgreich zu sein. Wir nahmen dies zum Anlass, um fünf Onlineshops für Baby- und Kinderartikel hinsichtlich ihrer Strategie im Affiliate Marketing zu untersuchen.

Steigende Ausgaben pro Kind und die wieder wachsende Kinderzahl in Deutschland führen zu einem steigenden Umsatz im Segment „Spielzeug & Baby“. Dadurch dass die Zielgruppe der jungen Eltern verstärkt online einkauft, sollten die entsprechenden Onlineshops in allen Online Marketing Disziplinen aktiv sein, unter anderem im Bereich Affiliate Marketing.

Wir nahmen in unserer Affiliate Marketing Analyse die Onlineshops babymarkt.de, baby-walz.de, mytoys.de, tausendkind.de und windeln.de unter die Lupe und verglichen diese hinsichtlich einer Reihe von öffentlich einsehbaren KPIs (Key Performance Indicators).
Welche Vorteile bietet das jeweilige Partnerprogramm für die Publisher? Wie unterscheidet sich die Performance der Onlineshops? Ist das Programm mobile optimiert? Ist ein Hinweis zum Partnerprogramm auf der Webseite vertreten? All diese Fragen beantworten wir in der Branchenanalyse.

Publisher Konditionen

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Publishern oder Affiliates – also den Geschäftspartnern – sind die Konditionen das A und O.
Innerhalb der für Publisher relevanten Gesichtspunkte wurden mehrere Aspekte einbezogen. Hier spielen die Partnerrichtlinien sowie die Zahl und Aktualität der zur Verfügung gestellten Werbemittel eine Rolle. Außerdem wurden das Provisionsmodell und die Cookie Laufzeit berücksichtigt.

Mit welchen Publisher Modellen und Bewerbungsarten die Programmbetreiber zusammenarbeiten, können sie zum einen in den Programmbeschreibungen der Netzwerke als auch in zusätzlichen AGB festhalten. Aktuell nutzen nicht alle Onlineshops diese Möglichkeit.

Die Provisionsmodelle der untersuchten Partnerprogramme sind zum Teil abhängig von den Produkten oder dem Publisher Modell, das heißt: Bestellungen werden mit unterschiedlich hohen Provisionen vergütet – je nach Inhalt des vermittelten Warenkorbs oder abhängig vom Publisher Typ. Auf Artikel aus den Bereichen Pflege, Ernährung und Windeln gibt es teilweise nur 1 bis 2 % Provision, auf Artikel wie Möbel und Kinderwägen sogar 8 bis 10 %.

Bei der Cookie Laufzeit sticht mytoys.de hervor. Der Shop nutzt diese Art des Trackings gar nicht, sondern misst ausschließlich über Session Tracking. Die anderen Shops haben alle eine Cookie Laufzeit von 60 Tagen eingestellt.

Bezüglich der Werbemittel gibt es in jedem einsehbaren Partnerprogramm Nachholbedarf. So wurde festgestellt, dass Bezeichnungen nicht eindeutig sind bzw. nicht mit dem tatsächlichen Werbemittel übereinstimmen. Ebenso sollten Weiterleitungen überprüft werden. Zudem stellen nur zwei der Shops Banner zur Verfügung, die speziell für Smartphones und Tablets optimiert sind – ein Defizit in Zeiten der stetig steigenden Nutzung mobiler Endgeräte.

Transparenz ausbauen

Für die Bewertung der Performance der Onlineshops betrachteten wir den Validierungszeitraum der einzelnen Sales und weitere Eckdaten wie den durchschnittlichen Warenkorbwert, die Stornorate und die Conversion Rate.

Einsehbare KPIs bei affilinet
Einsehbare KPIs bei affilinet

Überzeugen konnten alle fünf Partnerprogramme mit der schnellen Bestätigung der Sales und somit der Auszahlung der Provision. Bei der Stornorate und Conversion Rate gibt es große Unterschiede: babymarkt.de hat eine äußerst geringe Stornorate von nur 5 % und eine durchschnittliche Conversion Rate von 4,4 % – bei diesem Wert liegt baby-walz.de mit 12,8 % an erster Stelle.
Den durchschnittlichen Warenkorbwert veröffentlicht kein Shop. Mittels der drei genannten Werte könnten Publisher jedoch die Rentabilität der Partnerprogramme am besten vergleichen.
Hier können die Shops also mit geringem Aufwand für mehr Transparenz sorgen.

Sichtbarkeit und Optimierung der Partnerprogramme

Die Programmbeschreibung ist das Aushängeschild eines Partnerprogramms. Alle Programme nutzen diese Fläche gut, sollten jedoch noch einen persönlichen Ansprechpartner ergänzen, wie es bei tausendkind.de der Fall ist. Sehr positiv wird in der Analyse festgehalten, dass auf allen Shopseiten eine Infoseite zum Partnerprogramm existiert.

Partnerprogramm babymarkt.de
Quelle: https://www.babymarkt.de/unternehmen/partnerprogramm/ 14.11.2017

Die Shops wurden alle mobile optimiert, was vor allem für Publisher mit einem hohen Anteil an mobilem Traffic ein wichtiges Kriterium darstellt.

Fazit

Die analysierten Onlineshops konnten größtenteils gut abschneiden, jedoch zeigen sich noch einige Potentiale:

  • Werbemittel in den Netzwerken stets aufgeräumt und aktuell halten
  • Vertrauen schaffen durch direkte Ansprechpartner und Kommunikation von wichtigen KPIs
  • Richtlinien über Netzwerke und zusätzliche AGB festlegen
  • Offene Kommunikation und regen Austausch mit den Affiliates führen

Die vollständige Studie können Sie über den folgenden Download-Link kostenlos herunterladen:

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