6 Tipps zum erfolgreichen Start eines Partnerprogramms

Im ersten Teil unserer Serie „Affiliate Marketing for Beginners“ haben wir euch verschiedene Traffic Quellen für Affiliates vorgestellt. Jetzt wechseln wir die Perspektive zum Advertiser (auch Merchant genannt) und geben Tipps zum erfolgreichen Start eines Partnerprogramms. Damit spart ihr Zeit, vermeidet häufige Fehler und bereitet den Weg für ein erfolgreiches Partnerprogramm.

#1 Wahl des richtigen Netzwerks

Es gibt viele verschiedene Affiliate Netzwerke, welche grundlegend dazu dienen, die Trackingtechnologie zu Verfügung zu stellen. Neben der standardmäßigen Trackingtechnologie können sich Netzwerke durch folgende Punkte unterscheiden, welche beachtet werden sollen:

  • Aktive Partner im jeweiligen Netzwerk
  • Betreuung und Support
  • Allgemeine sowie evtl. branchenspezifische Erfahrung
  • Transparenz und Qualität
  • Usability

#2 Wunschpartner festlegen

Wer schon ein Partnerprogramm gestartet hat oder als Affiliate Manager arbeitet, kennt es bereits: Täglich bewerben sich mehrere Affiliates – teilweise passende, aber auch unpassende. Um dabei nicht den Kopf zu verlieren, bietet es sich an, Partner-Richtlinien für die Freischaltung zu definieren.

Hierbei kann man sich an folgenden Fragen orientieren: Mit welchen Publisher-Modellen möchte ich zusammenarbeiten und mit welchen nicht? Welche weiteren Erwartungen habe ich an die Affiliate Webseiten bezüglich Inhalt & Design?

In den Netzwerken können Gruppen angelegt werden und Partner somit bei der Freischaltung in verschiedene sinnvolle Segmente zugeordnet werden. Dies ist vor allem für Auswertungen für eine bestimmte Publisher-Gruppe hilfreich, zum Beispiel wenn ich wissen möchte, wie meine Gutscheinpartner im Vergleich zu Cashback-Seiten performen.

#3 Konkurrenzfähige Provisionen anbieten

MONEY MATTERS! Sind wir mal ehrlich: Affiliates bewerben einen Shop nicht aus gutem Willen, sondern um damit Geld zu verdienen. Meist haben Affiliates die Möglichkeit aus einem Bereich viele Shops zu bewerben und müssen aufgrund begrenzter Werbemöglichkeiten eine Auswahl treffen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei das Angebot des Shops, User-Freundlichkeit und Conversion Rate und nicht zuletzt die Provisionshöhe.

Um nicht schon in der Vorauswahl der Affiliates auszuscheiden, sollten die Provisionen also ähnlich der Konkurrenz oder höher sein. Hierzu empfiehlt sich eine Provisionsanalyse der Wettbewerber. Als Hilfe dient die Partnerprogramm-Suchmaschine 100partnerprogramme.de und die jeweiligen Programmübersichtsseiten in den Affiliate Netzwerken.

Screenshot: https://www.100partnerprogramme.de/

Eine Ausnahme bei konkurrenzfähigen Provisionen ist amazon: hier sind die Provisionen eher geringer, dafür die Conversion Rate extrem hoch und daher trotzdem beliebt bei Affiliates.

#4 Passende Werbemittel zu Verfügung stellen

Textlinks
Textlinks sind die am meisten benutzten Werbemittel. Im Netzwerk sollten Textlinks mindestens zur Startseite und den wichtigsten Kategorien / Landingpages angelegt werden. Zudem sollte den Affiliates der Deeplink Generator zur Verfügung gestellt werden. Hiermit können Affiliates Trackinglinks zu jeder beliebigen Unterseite erstellen (Bsp. eine Reisedealseite bewirbt ein bestimmtes Reiseangebot oder eine Modebloggerin ein bestimmtes Oberteil).

Banner
Diese sollten in den Standardgrößen in Form von Logos, Brand Bannern und ggf. Kategorie-Bannern angeboten werden. Nicht vergessen: mobile wird immer wichtiger, daher sollten auch Banner in mobilen Größen angeboten werden. Think mobile! Auch der Inhalt des Banners sollte mobil konzipiert sein: einfach, verständlich und mit wenig Text. Eine Übersicht über die wichtigsten mobilen Bannergrößen findet ihr im Awin Blog.

Produktdaten
Produktdaten (auch Datenfeed oder Produktfeed genannt) sind Listen mit allen Produkten und den zugehörigen Informationen (Preis, Beschreibung, Produktbild, …). Oft sind diese Produktdaten schon für andere Kanäle angelegt worden (Bsp. Google Shopping) und können in gleicher Form schnell im Affiliate Netzwerk hinterlegt werden und von den Affiliates als .csv oder .xml heruntergeladen werden. Gerade für Preisvergleichsseiten sind Produktdaten Voraussetzung um gelistet werden zu können – im Retailbereich also unverzichtbar!

html-Werbemittel
Werbemittel können auch als html Code verwendet werden: So können E-Mail-Publisher Mail-Templates mit fertigen Trackinglinks aus dem Affiliate Netzwerk beziehen. Ein weiteres Beispiel sind interaktive Werbemittel, also Formulare oder Suchboxen, in die der User schon Daten eingeben kann.

#5 Offenheit

Die Online Welt und ebenso Affiliate Marketing ist ein schnelllebiges Geschäft. Was vor 10 Jahren noch neu war, kann heute schon vollkommen veraltet sein. Um also nicht den Anschluss zu verlieren, sollte man immer am Puls der Zeit sein und sich über neue Publisher-Modelle und Entwicklungen informieren. Nur so hält man sein Partnerprogramm und seine Publisher-Basis aktuell und erwirtschaftet langfristige Gewinne.

Ebenso empfiehlt sich ein fortwährendes Testen: Von Aktionen, Promotion-Platzierungen bei verschiedenen Affiliates oder komplett neuen Affiliates. Das Schöne am Affiliate Marketing ist die erfolgsabhängige Vergütung, was ein risikoloses Testen möglich und attraktiv macht.

#6 Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation

Zu guter Letzt der wichtigste Tipp, wenn das Partnerprogramm live ist: die Kommunikation mit den Publishern, denn Affiliate Marketing ist ein People’s Business!

Es reicht (leider) nicht aus, ein Partnerprogramm aufzusetzen und zu denken, die Sales kommen von alleine. Affiliates sollten regelmäßig über Aktionen informiert werden,fFür besondere Platzierungen (Startseite, Top-Platzierungen im Newsletter etc.) wird oft ein Werbekostenzuschuss oder eine Provisionserhöhung benötigt – all das bedarf einer Abstimmung. Dabei nicht scheu sein: In einem Telefonat mit seinen Top-Partnern kann man vieles schneller und erfolgreicher klären als in vielen Mails.

Zu guter Letzt empfiehlt sich der Besuch von Konferenzen und Networking-Veranstaltungen, wie z.B. der Affiliate Conference oder der Affiliate NetworkxX, um seine Ansprechpartner auch persönlich kennenzulernen und sich weiterzubilden.

Ausblick: in unserem 3. Teil der Serie werden wir euch verraten, was bei einem Shop Relaunch in Bezug auf Affiliate Marketing alles zu beachten ist.

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